Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

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kluck, m.

kluck m
kleck, rima. Frisius dict. Zürich 1697 2, 150ᵃ. die vereinzelte angabe ist doch glaubhaft, es ist im grunde eins mit mhd. kluc, bissen (losgespaltnes stück), s.klack 1 und 5, d. eigen siebenb. klucks f. fangeisen Schuller beitr. 32.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1867), Bd. V (1873), Sp. 1258, Z. 11.

kluck, klück, m.

kluck, klück m
1)
eigentlich das glucken der hühner vor und in der brutzeit, dann der reizbare, kränkelnde zustand in dem sie sich da befinden, wo sie wie es heiszt kluckisch sind, das hühnerweh; dann übertragen auf frauen: ir (der spinnerin) ist eben als säsz si auf eitel nesseln ... 'ich mag nit bleiben sitzen, ich hab die blitz' (s. 2, 131 und unter klucks 2). es ist, sichstu, wenn si der kluck ankompt, als die hennen wenn si bruͦten wöllen, so gewinnen si den kluck und den pfipfs und solchs gefert. Keisersberg geistl. spinnerin (im granatapfel) N 5ᵈ (1510 c 8ᵃ); was aber der ungezämpten natur seind, den dʒ herz vol weltlicher liebe ist, die mügent nit lang an ainem end sein oder beleiben, all prim seind inen zuͦ lang, alle mess (es ist zu nonnen gepredigt) ... wie kommet es das si der pfipf oder klück ankomen? wie sol man aber inen den klück nemen daʒ er in vergang? ich wil dir sagen, man sol im (d. i. dem dinge) eben thuͦn als man ainer hennen thuͦt, wenn si der klück an kompt und wenn man geren hat das si nit bruͦten sol, so stoszt man si in ain kalts wasser. N 6ᵇ; sölt ich ietz den weltlichen (frauen) predigen, ich wölt dir wol sagen wie man den selben den kluck nemen solt wenn er si an kompt, den faigen weibern und den faigen töchtern wenn si kein guͦt wöllen tuͦn ... schleüsz si in ain kamer und lasz si ainen monat darin sitzen unz dʒ ir der kluck vergeet. 6ᵈ, geschlechtslust als ein anfall von krankheit; diese sprachliche vergleichung von frauen und hennen ist auch sonst gebräuchlich (s.hennebrütend unter kollericht) und schon mhd., s. die stelle unter klucken und weiter klucks 2, auch klucke.
2)
kluck m. 'so viel in einem schlucke man eintrinket'. Schottel 1346, nd. kluk, dim. kluksken, schluck. brem. wb. 2, 812, dän. kluk. s.klucken 2, gluck. als interj., das schlucken malend, wo nicht imp. von klucken:
o Bachus, wie schmeckt das!
kluck, kluck, kluck, kluck hinein,
so laszt uns frisch und frölich sein,
dar ist noch mehr im fasz.
Leyermatz 168.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1867), Bd. V (1873), Sp. 1258, Z. 15.

kluck, klück, m.

kluck, klück m
1)
eigentlich das glucken der hühner vor und in der brutzeit, dann der reizbare, kränkelnde zustand in dem sie sich da befinden, wo sie wie es heiszt kluckisch sind, das hühnerweh; dann übertragen auf frauen: ir (der spinnerin) ist eben als säsz si auf eitel nesseln ... 'ich mag nit bleiben sitzen, ich hab die blitz' (s. 2, 131 und unter klucks 2). es ist, sichstu, wenn si der kluck ankompt, als die hennen wenn si bruͦten wöllen, so gewinnen si den kluck und den pfipfs und solchs gefert. Keisersberg geistl. spinnerin (im granatapfel) N 5ᵈ (1510 c 8ᵃ); was aber der ungezämpten natur seind, den dʒ herz vol weltlicher liebe ist, die mügent nit lang an ainem end sein oder beleiben, all prim seind inen zuͦ lang, alle mess (es ist zu nonnen gepredigt) ... wie kommet es das si der pfipf oder klück ankomen? wie sol man aber inen den klück nemen daʒ er in vergang? ich wil dir sagen, man sol im (d. i. dem dinge) eben thuͦn als man ainer hennen thuͦt, wenn si der klück an kompt und wenn man geren hat das si nit bruͦten sol, so stoszt man si in ain kalts wasser. N 6ᵇ; sölt ich ietz den weltlichen (frauen) predigen, ich wölt dir wol sagen wie man den selben den kluck nemen solt wenn er si an kompt, den faigen weibern und den faigen töchtern wenn si kein guͦt wöllen tuͦn ... schleüsz si in ain kamer und lasz si ainen monat darin sitzen unz dʒ ir der kluck vergeet. 6ᵈ, geschlechtslust als ein anfall von krankheit; diese sprachliche vergleichung von frauen und hennen ist auch sonst gebräuchlich (s.hennebrütend unter kollericht) und schon mhd., s. die stelle unter klucken und weiter klucks 2, auch klucke.
2)
kluck m. 'so viel in einem schlucke man eintrinket'. Schottel 1346, nd. kluk, dim. kluksken, schluck. brem. wb. 2, 812, dän. kluk. s.klucken 2, gluck. als interj., das schlucken malend, wo nicht imp. von klucken:
o Bachus, wie schmeckt das!
kluck, kluck, kluck, kluck hinein,
so laszt uns frisch und frölich sein,
dar ist noch mehr im fasz.
Leyermatz 168.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1867), Bd. V (1873), Sp. 1258, Z. 15.

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