klosz m., zuweilen n
Fundstelle: Lfg. 6 (1867), Bd. V (1873), Sp. 1244, Z. 47
gleba, klumpe, geballte runde oder formlose masse.
I.
Formen und verwandtschaft.
a)
ahd. chlôʒ, mhd. klôʒ, noch nhd. mit langem vocal (daher kloosz z. b. Fleming, Rist); pl. klösze, vom n. klöszer (Steinbach 1, 876), mhd. aber klôʒe, ahd. chlôʒâ (Weigand 1, 600), und so ohne umlaut noch im 16. jh., s. z. b. aus Soltau unter II, 4, a. nd. klôt (gött. klât), mnd. clôt, cloet, nrh. kloit Dief. 265ᶜ, nl. kloot. auch schwed. klot n., dän. klod, klode, norw. klôt m. (klaͦte f.), altn. isl. klôt n., in der bed. freilich vielfach eigen entwickelt. auch sind bes. reiche nebenformen da (s. d ff.).
b)
nächstverwandt ist klotz (s. d.), und da auch klosz urspr. von holzstücken galt (s. II, 8), so deuten beide auf ein altes chlioʒan, klieʒen spalten, das zwar selbst nicht nachgewiesen ist, aber es lebt noch jetzt bair., östr. in kleuzen, kloizen spalten Schm. 2, 365; das eu ist wie in kleuben u. a. (s. sp. 1161 unten), das z wie in waizen für mhd. weiʒe. es gilt besonders vom spalten des holzes zu dauben für salzkufen, das danach kleuzholz, kleuzelholz heiszt, der spalter kleuzer, kleuzler (kleizer, kleizholz in urk.), vergl. Scheuchenstuel 140. eine nebenform klötzen (klêzen), holz zu dauben, schindeln u. dgl. spalten stellt sich unmittelbar zu klosz oder klotz. man sehe auch II, 8, b a. e.
c)
auch auf englischem boden sind spuren jenes starken verbums in nordengl. clut keil Halliw. 258ᵇ, altengl. clote und eigen auch clite 257ᵃ, 256ᵃ, auch clate 252ᵇ, 'clete, cleat, clate, cuneus' Stratm. 111, der keil als werkzeug zum spalten. die formen deuten als ags. neben cleótan auch ein starkes clîtan an (vgl. sp. 1162 klîben neben klieben).
d)
klosz selbst hat eine nebenform mit anderm vocal im nd. gebiete, die jetzt dort vorherschend ist für klumpe und von klôt geschieden, das nur hie und da noch für kugel oder haufe besteht: clute massa 15. jh. Diefenb. 350ᶜ, erdenkludt gleba (klütich glebosus) Chytraeus nom. c. 9, klute brem. wb. 2, 809 (klutern sich ballen, osnabr. klütern mit schneeballen werfen), klût m. Frommann 5, 152. 527; klûten m. Schambach 105ᵃ, ditm. klutt, ostfries. klute Stürenburg 114ᵃ, klût Frommann 4, 357, in Ostpreuszen klute erdklosz (klüzig klöszig) Hennig preusz. wb. 126, nrh. cluyt Teuth., nl. kluit f. vgl.kleuder 3.
e)
eine zweite nebenform erscheint in nl. kloet (s. 7. 8, d), fläm. kloet klump von klei u. ä. (Schuerm. 254ᵇ), neben kloot und kluit mit eignem vocal (es würde mhd. kluoʒ sein). sie kann auch nd. vorliegen in klôt, md. in der volksm. form klusz, schon in Diefenb. Erfurter wb. von 1470 sp. 141 kluesz globus, kluslicht globalis; in einem thür.-sächs. kinderspruche heiszt es Luischen, koch klüszchen, koch gundermann dran, schles. sind klüszel klösze.
f)
eine dritte nd. nebenform zeigt sogar s im auslaut: mnd. clûs massa Dief. 350ᶜ neben obigem clute, westf. klos klotz Fromm. 5, 169, klosse klotz Stürenburg 112ᵇ, nl. klos, klosken gleich kloot testiculus Kilian, klossen mit kugeln spielen; da liegt auch wieder doppelter vocal vor, ähnlich wie in klôsz und klotz. auch nord. in schwed. dial. klosa, klysja f. klümpchen Rietz 330ᵃ. 331ᵃ, dän. dial. klöse, norw. klysa f. klümpchen. wegen des s vgl. klinse a. e., katze I, 3, klunsbirne. s. auch klessen.
II.
Bedeutung und gebrauch.
1)
die gewöhnliche bed. ist klumpe. so
a)
früher klosz von gold, blei, eisen, goldklosz, bleiklosz, eisenklosz, vergl.klotz II, 7: S. Nicolaus als ein biscoff mit einer korkappen und hute, ein stab und iij klosz gold in den henden erscheint in der Zerbster procession Haupts zeitschr. 2, 293, der klosz gold hat die geschäftliche bedeutung der heutigen goldbarren, denn es ward das gold in klôʒen, knollen aufbewahrt und verschenkt Parz. 10, 5. 17, 23, wie auch in apfelform (Dietrich bei Haupt 11, 420. 12, 251), der apfel hat ja kloszform.
geld reimt sich in die welt, dort in Abrahams schosz
gilt mehr ein eitrich schwer als wol ein göldner klosz.
Logau 1, 9, 43.
b)
von andrer masse aller art:
ich wolt und solte schreiben,
doch hatt ich gleichwol nicht was dint und feder ist.
ich must ein schwarzes kloosz in meine trähnen reiben.
Fleming 113,
muszte mir aus meinen thränen und einem klumpen schwärze die tinte bereiten. ein klosz schnee Rädlein 546ᵇ, eisklösze beim eisgang Bronner fischerged. (1787) 140. 144. klosz aus lehm, thon, feuchter erde u. dgl., geballtes stück, klösze von koth, schnee die sich beim gehen an die füsze hängen ( Campe), ein klosz butter, rundliches stück ( Campe). klösze, klöszer pl. heiszen in den salzkoten die stücksteine womit die wirker den raum zwischen der pfanne und dem herd mit gassenkoth verkleiben, das feuer abzuschlieszen. Frisch 1, 524ᶜ.
c)
besonders gleba closz Trochus, klosz erden, erdenklosz, scholle: wenn der staub begossen wird (vom regen), das er zu hauf leuft und die klösze an einander kleben. Hiob 38, 38;
ich ward wie staub, der auf der flur zusammen läuft,
wann deine wolken ihn begossen
und klosz an klosz sich nun zusammen häuft.
Karschin 8;
da war kein klosz der ruhig blieb,
man warf die erde gar durchs sieb.
Bürger 77ᵃ;
(der kobold, der) doch sonst die leute neckt und schändet,
mit klöszen wirft und schnarcht und knurrt.
Voss 6, 198;
die klösze auf dem acker zerschlagen. Steinbach 1, 876 (nd. kluten brem. wb. 2, 810). ein recht landbäuerliches sächs., thür. sprichwort 'von zwanzig (oder hundert) ackern ein klosz' bezeichnet ein weitschichtiges, unsicheres verwandtschaftsverhältnis, thür. auch von zwanzig (hundert) suppen eine weichel (brotschnitte in der suppe).
d)
dieser klosz erhielt durch eine bibelstelle höhere bed.: gott der herr machet den menschen aus dem erdenklos. 1 Mos. 2, 7;
der den klos zum menschen beseelet.
Fr. Müller 1, 19;
der wild', ein kaum belebter klosz,
wird mensch, blickt um sich und empfindet.
Voss (1825) 3, 175.
e)
auch das ganze erdreich wird danach so genannt:
die erd ist sauber und beleckt ....
und wird vom himmel liebgewonnen,
der sich herab in ihren schosz
durch einen warmen regen machet
und schwängert ihren dürren klosz,
dasz alles fröhlich steht und lachet.
S. Dach bei Albert 2, 11;
schauet nach oben dann, ihr lieben, nicht auf den bunten
blühenden klosz, der euch nährt, beschränket den blick.
Kosegarten Jucunde (1808) 118.
f)
selbst die erdkugel, mit beimischung der bed. 4:
gott, der du den kloosz der erden ...
durch dein wort hast lassen werden.
Rist himl. lieder 56;
auf den erdenklos, auf dem wir alle wallen.
Wieland 9, 113.
g)
eigen selbst die hölle:
darum wir uns schreiben also mächtiglich
wir Tod ain gewaltiger herr auf erden grosz,
herr im luft, im mör und in der hellen klosz.
spil vom aigen gericht und sterbenden menschen, München 1510 (Calvarys antiqu. kat. 45 s. 12).
2)
klumpige masse, wie eben auch klumpen gebraucht wird; schon ahd. 'chlôʒ massa'.
a)
die töpfer nennen einen haufen zubereiteten thones einen klosz ( Adelung); nd. ist klôt ein aufgeschichteter haufe torf oder bült, so ditm. törfklôt, bültklôt (unterschieden von klutt erdklosz), ostfries. törfklote, davon kloten in solche haufen setzen Stürenburg 112ᵇ; engl. clod ist geradezu torf.
b)
'auf einen klosz', in masse, in wüstem haufen durch einander, wie auf einen klumpen werfen u. dgl.; in eim klosz lag das gebäude. Mich. Reinhart einfältiger bericht 1587. 'ein new lied von dem gefangenen herzog Henrich von Braunschweig' beginnt:
frisch auf in gottes namen,
ir werden fürsten Christi grosz,
fürwar ir macht zu schamen
papisten all uf einen klosz.
zeitschr. des hist. vereins für Niedersachsen, jahrg. 1852 (Hann. 1855) 1, 156,
s. dazu klotz II, 7, e und vergl. mhd. an einem klœʒel ligen zum knäuel geballt, zusammengekauert, in einen clôʒ gesmogen Ludw. kreuzf. 3949 von kriegern die in gefahr einen haufen, 'klumpen' bilden. so nd. klute: wie gören leten uns spelwark un kröpen in den abeneck (ofeneck) up einen kluten tausam. Reuter camellen 1860 174. s. auch klumpe II, 2, knopf II, 8.
c)
Opitz nennt das chaos klosz, wie klumpen, er hatte wol zugleich Ovids rudis indigestaque moles im sinne:
es stritten wider sich nasz, trucken, warm und kalt,
der ungemachte klosz lag öd und ungestalt.
3, 211.
3)
klosz als speise,
a)
fleischklosz u. ä.; bes. von mehl und kartoffeln, rund geballt, nordd. klüte, klümpe pl., ditm. klütjen, schles. klüszel, bair. knoden, knödel, schwäb. knöpfle. genauer mehlklösze, kartoffelklösze, auch semmelklösze, karthäuserklösze, zwiebelklösze, speckklösze, hefenklösze, krautklösze, leberklösze, griesklösze, stärkemehlklösze, birnklosz, pflaumenklosz, hutzelklosz u. s. w.: ein gericht klösze und geräuchert schweinefleisch. Riemer polit. maulaffe (1679) 106. wer eine schwere zunge hat, von dem sagt man, er spricht als hätte er klösze im munde.
b)
auch von schliffigem, unausgebacknem brot oder kuchen sagt man, sie seien wie klosz, wahrer klosz.
4)
kugel: klosz, klotz une boule Rädlein 546ᵇ. schon ahd. chlôʒ sphaera, pila Schm. 2, 366. Mones anz. 7, 602. globus wird im 15. jh. erklärt mit klosz, kloisz, kluesz, nd. kloet, clot Dief. 265ᶜ, auch klosse, closse das. (Mones anz. 7, 299ᵃ), d. i. wol klôsze, schwaches masc., gleich nd. klûte I, d. noch ist schwed. klot kugel überhaupt.
a)
kugel zum schieszen: klôs, missile. Alberus kk 1ᵇ. die geschützkugel hiesz früher klosz, klotz, büchsenklosz (ein beispiel unter ermel 3, 914), nd. bussenklôt, noch nl. buskloot flintenkugel. in einem liede von der belagerung der feste Würzburg durch die bauern i. j. 1525:
dazu zwo büchsen, waren grosz,
sie triben (schossen) stein und grosze klosz.
Soltau 2, 108;
klösze zum geschütz Frisch 1, 525ᵃ aus Stettler annal. helvet.;
sie schotten dar mannigen bussenklot.
Uhland volksl. 962;
die Franzoisen hebben daer gelaten
bussen, poeyer (pulver) ende clooten goet.
hor. belg. 11, 325. 276;
drij cloit ierst ingeschossen,
die waren groit ind swair.
Wierstraat belag. von Neusz 479;
zor stat schussen, as ik meinen,
drij cloit einen nae dem andren (hohlkugeln mit briefen).
2383 u. o.;
dair der slangen (geschütze) scharpe vunken
uiszdruckten manchen donrekloet.
211,
nl. donderkloot heiszt der blitz, 'telum Jovis' Kilian. eigen die nd. form in hd. texte: auch krigten sie underwegen einen kleinen ledigen bording (lichterschiff), der eczlich steinklote und pulver zum Braunsperge gebracht. A. Meckelburg Joh. Freiberg 302.
b)
eine art kegelkugel hiesz nd. ein scheve klôt, wol weil er in 'schiefer', krummer linie geworfen, 'getrieben' wird (Lüntzel stiftsfehde 230. 220. J. Grimm Gött. gel. anz. 1850 s. 763. Claws bûr 430. 433. Homeyer richtst. 43 fg.), ebenso bosselklôd Lüntzel stiftsf. 213, bosklot globus (vgl. globisare globis ludere, boszen) Dief. 265ᶜ, boitkloit Teuth. (boszklotz oben 2, 270), nl. kegelkloot. ostfries. klôt, klote holzkugel zum wurfspiel (klôtscheten) oder kegeln Stürenburg 112ᵇ. discus wird im 15. jh. mit worf vel blye klosze, klosz von blye, nd. blîen clôt erklärt (Dief. 185ᵇ). auch schweiz. den klosz treiben beim studum oder morenjagen J. H. Ammann kinderspiel, Zürich 1675, s. Rochholz alem. kinderlied s. 397, er ist von holz. s. auch 5 und klotz 8.
c)
mhd. auch der spielball, s. das mhd. wb.
d)
der schwertknauf, des swertes klôʒ Ortnit 188. ebenso altn. klôt n. (Biörn 1, 461ᵃ, bei Rietz 330ᵃ aber klot), dän. klod.
5)
dem klosz als spielkugel ähnlich ahd. chlôʒ turbo Schm. 2, 366, mhd. Scherz 798, klosz, damit die kind spielen, turbo, trochus Dasyp. 364ᵈ, Golius 256, kreusel, topf damit die kinder spielen Rädlein 546ᵇ, mnd. dryveklôt torcus hor. belg. 7, 25ᵃ (wie vom scheven klôt Claws bûr 430 drîven treiben gebraucht wird).
(langt mir) ti schnur zu klos, topf, hawergaisen,
ich will si schnurren, murren weisen (lehren).
Fischart Garg. 37ᵇ (Sch. 56).
6)
testiculus, hode, nach der bed. 4 (vgl.kaule kugel 3 a. e.), mnd. clôt Dief. 581ᵇ, nnd. kloot, pl. klöte brem. wb. 2, 809 (klootsak hodensack), klote, klöte, pl. klöten Stürenburg 112ᵇ, westf. klaut, kläut, klout, nl. kloot, pl. klooten. auch hd. erscheint es rhein. und md.: weinrauten über die hoden oder klösz gelegt vertreibet die geschwulst derselben. Tabernaem. 400; wider die hodengeschwulst netze ein leinin tüchlein in diesem wasser und legs warm über die klösz. 572; noch in Nassau klösz pl. Kehrein nachtr. 29, in Posen klüsze, klüszel, klöszchen pl. Bernd 128; vgl.hankloszer corna Trochus K 4ᵃ. ebenso wieder klotz.
7)
wie klotz, von einem plumpen menschen. Campe:
er sperrt, er brüstet sich und macht sich eben grosz,
wenns aber klappens gilt, ist er ein armer klohs.
reime dich oder ich fresse dich 184;
die Esquimaux sind wild und grosz,
zu allem guten träge,
da schalt ich einen einen klosz,
und krigte viele schläge.
Claudius 5, 166;
das ist ein rechter klosz, dummer mensch, ohne weltkenntnis, studentisch. Kindleben studentenlex. 120. daher wol der name Klosz, nd. Klot, schon mhd. Clôʒ livl. chron. 8779. auch nl. kloet tölpel, grober kerl, kloete Kilian, niederrh. klût, kölsche klût spottname der Kölner, vgl. nordengl. cloit a clown or stupid fellow Hall. 256ᵇ. s. auch klöszlein 3. es wird von der folg. bed. herrühren. merkwürdig im auslaut schweiz. klöti m. grobian, 'klotz' Stalder, Gotthelf.
8)
klosz galt urspr. auch von holzstücken, besonders plumpen.
a)
völlig gleich klotz: robur (stamm, block), klotz, closz. Dief. 499ᶜ aus einem md., wahrscheinlich rhein. voc.
b)
mhd. klôʒ keil, also übereinkommend mit jenem altengl. clete unter I, c; von einer ohnmächtigen heiszt es im Lohengrin 7240, dasz man ihr die verbissenen zähne ûf lôst mit einem klôʒe (vgl.knebel 4 in gleichem gebrauch bei jägern). von diesem klôʒ ist wol das klœʒen, praet. klôʒte klage 846, Wolfram Wh. 34, 3, für losreiszen, trennen, eig. mit einem klôʒ keil, und damit könnte das bair. klötzen unter I, b a. e. im grunde eins sein, denn die handschr. bieten dort auch klœtzen, klotzen, und ein bair. östr. klötzeln (klêzeln, niederöstr. gledsln) Schm. 2, 365, Castelli 141, im kleinen losspalten, losmachen, knaupeln, stellt sich zu klötzen gerade wie kläubeln zu klauben.
c)
ähnlich ist der klôʒ, mit dem eine thüre von auszen versperrt, verrammelt wird:
swer ouch twinget einen klôʒ
zwischen armer liute tür,
daʒ sie verbrinnen und niht herfür
mügen kumen.
Renner 7094,
d. i. knebel, stück holz in das schlosz geklemmt, gleich dem klotz 5, mit dem man einen knebelt; einen rest dieser bed. s. in klöszlein 2. auch schon ahd. chlôʒ zapfen (Weigand 1, 600), vgl.klotz 5, b. auf nordd. schiffen heiszen gewisse kleine holzstücke kloten, zur leitung eines laufenden taues.
d)
zeugnisse für diese bed., die dem ursprung am nächsten stehen wird, geben auch norw. klaͦte f. rundliches holzstück, schwed. klot n. kegel Rietz 330ᵃ, vielleicht nl. kloet f. ruderstange, bei Kilian kloete (auch ofenkrücke), kloetstock, ostfries. klôtstok Stürenburg 112ᵇ, holst. klôt, auch springstock in den marschen, s. Schütze 2, 281 (mit abbildung).
9)
erwähnenswert sind ein paar volksmäszige anwendungen, es wird noch manches der art fehlen.
a)
thür. von büchern, ein alter klosz, dicker klosz, 'immer über seinen klöszen sitzen' (Weimar), das buch ist wol da verächtlich als klump, klotz bezeichnet. doch vgl.kloszen 4.
b)
nach kloszdeckel gleich hut bei Campe scheint ebenso der kopf als klotz bezeichnet.
c)
merkwürdig bei Schweinichen 1, 331 mit einem im klosze liegen, im hader, zwist. zu klosz 2, b, eig. von ringenden?
Zitationshilfe
„klosz“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/klosz>, abgerufen am 09.12.2019.

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