Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

klumpf, klumpfe, m.

klumpf, klumpfe, m.
der form nach das rein hd. klump; aber es findet sich nur in md. und nordd. rede, sodasz es nur vom grammatischen gefühl gemacht sein könnte (vergl.klumper). schon im Leipziger prompt. des Trochus v. 1517 klumph globus (Dief. 265ᶜ), bei Alberus barf. münche (1542) nr. 262 klumpfe:
und wann er (der mensch) oben her
den engen klumpfen (die erde) sieht, der theiles durch das meer
bedecket, theiles blosz und unbewohnet lieget.
Opitz 1, 26,
ebenso erdeklumpfe Logau 2, 10, 24;
dasz alles nichts als nur ein wüster klumpfe war.
Opitz,
chaos, aber 3, 211 steht so klumpe; dasz ein groszer klumpf feuer hineingefallen. Micrälius altes Pommern 5, 370;
gutes hast du mitgetheilet,
gott, von deinem groszen klumpf.
Hanmann anmerk. zu Opitzens poeterei s. 212,
es meint wol haufen, vorrat, s.klumpe 2;
was ist der welt bezirk? ein klumpf der eitelkeiten.
Schottel 987;
so musz man durch vernunft den sprachenklumpf polieren.
1005,
während er im glossar nur klump ansetzt; so mitten im klumpfe stecken. Praetorius storchs winterqu. 1676 s. 306. 326; ein feuerklumpf fällt vom himmel. Weise Isaaks opf. 163. goldklumffe alam. techn. interim 370. noch im 18. jh., bei Steinbach 1, 879 klumpfen (nicht bei Stieler, Rädlein, Frisch), klümpfchen schnee L. Ph. Hahn ged. 111.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1867), Bd. V (1873), Sp. 1293, Z. 45.

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Zitationshilfe
„klumpf“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/klumpf>, abgerufen am 26.11.2020.

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