Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

knarschen

knarschen,
verstärktes knarren, zur bildung s.knarren I, d und knirschen. dasz es von vorgeschichtlichem alter ist, zeigt schwed. dial. knarrsa von hartem schnee, der unterm fusze knarrt Rietz 337ᵃ. auch bei uns zeigen es alle drei hauptmundarten, die ältere form war knarsen, vgl.knarseln. es gab auch knersen (s. knirschen).
1)
knarrschen vel zusamenbeiszen (die zähne). Dief. 556ᵃ, md., s.knarren 2; dasz man ihren bisz deutlich würde knarschen hören. Brockes 6, 243; mit knarschendem bisz. 7, 115; das knarschende getön (des nagens). 3, 574. auch nd. knarsen, knarseln in Osnabrück Strodtmann, nl. knarsen knirschen, knarsetanden zähnknirschen (Kilian knarseltanden).
2)
schweiz. knarschen knuspern, knaupeln Stalder 2, 113, wie knarren (II, 1, b) bei Auerbach.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1867), Bd. V (1873), Sp. 1355, Z. 36.

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Zitationshilfe
„knarschen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/knarschen>, abgerufen am 26.11.2020.

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