Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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knaus, m.

knaus, m.
ein alem. wort, das weitere s. unterknaust.
1)
schwäb. knopfichter ansatz am brotlaibe, da wo er angeschnitten wird, der anschnitt. Schmid 319, Schm. 2, 376, schon bei Frischlin nom. c. 127 pusula, knausz (am brote). dem. knäusle, s. Meier kinderr. s. 25. 78. ebenso vielleicht in einem hessischen märchen kneischen (: häuschen) kinderm. nr. 15 (s. u. knupern).
2)
schwäb. verhärtete drüse. Schmid.
3)
schweiz. knus m. (doch knûs?) knorren, auswuchs. Stalder 2, 117, mit der offenbar urspr. bed. knoten. dazu wol bildlich knüsi, chnösi m. Tobler 113ᵃ, ein fester, fetter bursche, bregenzerw. knusi (fläm. knoes, schwed. dial. knose), mit derselben übertragung wie bei knast, knaust, knopf, knäufel u. a.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1867), Bd. V (1873), Sp. 1371, Z. 73.

knaus, m.

knaus, m.
schlag, stosz, ein seltnes beachtenswertes wort, in einem liede von 1525, da heiszt es von einem thurme der beschossen wird:
man gab im manchen harten knausz,
man schosz (aber auch) wol dapfer wider hinausz.
Wolffs hist. volksl. 659, vgl. Mones anz. 7, 65.
es stimmt zum folgenden, vgl.knüssen schlagen, stoszen.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1867), Bd. V (1873), Sp. 1372, Z. 7.

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Zitationshilfe
„knaus“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/knaus>, abgerufen am 25.11.2020.

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