Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

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knick, n.

knick, n.
zuweilen für genick (gnick):
seh, wie mir ist verwirrt das knick,
als wer ich gfallen von aim strick.
Fischart flöhhatz 775 Sch.,
vgl. dazu knickwirten, wo dasselbe verwirren erscheint. auch nd. knik (gnik, nik) brem. wb. 2, 824. man hört es auch md. oft sagen, ebenso knickfang, s. dazu knicken 5.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1867), Bd. V (1873), Sp. 1416, Z. 62.

knick

knick,
schallwort von knickenden tönen: knick! war das glas entzwei; ich stiesz an das glas, da sagte es knick! Adelung. vgl. knick knack! unter knack 3 sp. 1327.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1867), Bd. V (1873), Sp. 1416, Z. 15.

knick, m.

knick, m.
1)
ruptura Stieler 992, nd. nl. knik, engl. knick, dän. knek, schwed. knäck.
a)
vom schalle wie vom bruche der dabei entsteht (wie knack): das glas that einen knick. Adelung; der teller hat einen knick, leichten risz; einen knick in einen zweig machen, ihn einknicken oder umknicken.
b)
auch bruch überhaupt, wie knick im kartenblatt, umgeknickte ecke, als zeichen: in Berlin musz man freilich schon so viel knicke in die karte machen, wenn man nur einigermaszen gewinn hoffen und ziehen will. Göthe an Zelter 633.
c)
bildlich, knick in der gesundheit, wie nd. dän. schw., und wie knack, knacks, unscheinbarer und doch unheilbarer schade: giebst ihrer .. natur .. einen knick, wovon sie sich nie wieder erholen kann. Wieland 24, 250. vgl. knicks.
2)
beugung,
a)
der knie: einen knick vor einem machen, genua flectere, ad alicujus pedes advolvi. Stieler, einem einen knick geben Schottel 1347, Schmotther 2, 388 (schw. knek m.); jetzt knicks und nur von leichter verbeugung mit einknicken der knie; s. auchknicker 2.
b)
des hauptes, nutus, wie Schottel, Stieler angeben. so nl. knik, knikking. vgl.knappen 5.
3)
in Norddeutschland knick m. (bei Adelung n.), eine hecke, 'septum naturale, gröner dôrntûn, hage, knick' Chytraeus cap. 9 a. e., vom knicken, kappen der zweige, das alle drei oder vier jahre damit vorgenommen wird (brem. wb. 2, 824, Müllenhoff zum Quickborn 301, Fromm. 6, 216, Schambach 106ᵃ, vgl.knack 4 mit ähnlichem ursprung), als einhegung der felder, früher auch auf der landwehr um das stadtgebiet (Lüntzel stiftsfehde 267), wie man solche dornhecken auch in Süddeutschland brauchte, z. b. in Franken (Bensen gesch. des bauernkrieges in Franken 438). belege: alle gemeine landwehren und knicke im ganzen gericht Lauenstein. weisth. 4, 649; we (wer) anferdiget den landwehr eder knicke. hannov. weisthum im vaterl. archiv des hist. vereins für Nieders. 1837 s. 215; dat ander krigesvolk legerde in der hern hove, tom dele ok in dem knicke vor dem Schaperdore (vor Hildesheim). Lüntzel stiftsf. 137; vom alten schlagbaum (geht die grenze) .. uf den alten knicke, vom alten knicke uf das warme slahe. weisth. 3, 303. norddeutsche knicke als landwehr beschreibt übrigens schon Caesar b. gall. 2, 17 von den Nerviern: teneris arboribus incisis atque inflexis, crebrisque in latitudinem ramis enatis et rubis sentibusque interjectis, wobei auch das einknicken der jungen schöszlinge schon erscheint, von dem andere den namen herleiten. s. auchknickicht, ↗knickgeld, ↗knickholz.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1867), Bd. V (1873), Sp. 1416, Z. 18.

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Zitationshilfe
„knick“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/knick>, abgerufen am 08.08.2020.

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