Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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knickbein, n., auch m.

knickbein, n., auch m.,
nordd.,
1)
knickebên ein mensch der beim gehen knickt, dessen knie brechen. brem. wb. 2, 824: knickbein! beim S. Nicolaus, bei jedem schritt knickbeinest du! Bode Tristr. Shandy 4, 27;
knickt ein knickbein ohne scham.
Voss 5, 111,
bildlich von einem lahmen verse; der knickbein geht langsam. Arnim schaub. 2, 95, als schimpfwort von einem alten, vgl.knacks.
2)
gleich knicks Voss Shaksp. 3, 500 (Timon v. Athen 1, 2 a. e., engl. leg, d. i. bein), s. knickbeinen 2.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1867), Bd. V (1873), Sp. 1416, Z. 70.

knickbeinen, verbum

knickbeinen, verbum
zum vorigen.
1)
knickbeinig gehn (s. dort Bode), nd. knickebênen brem. wb., knickbênen Stürenburg, nl. knikkebeenen; auch md. schon im 15. jh.: nutare, wankeln, knicbeynen. voc. Vratisl.
2)
auch vom knixen, einknicken des knies: nun wollen wir zu ihnen gehen, du must vor sie knickbeinen. sie knickbeinet. engl. komödien I, G 1ᵇ; das kurzabgestoszene schnelle knickbeinen, welches bei dem kleinstädtischen frauenzimmer an die stelle der verneigung einer wolgezogenen person tritt. Siegfried v. Lindenberg (1784) 1, 113. vgl. knickbein 2.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1867), Bd. V (1873), Sp. 1417, Z. 1.

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Zitationshilfe
„knickbein“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/knickbein>, abgerufen am 26.11.2020.

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