kochlöffel m
Fundstelle: Lfg. 7 (1868), Bd. V (1873), Sp. 1563, Z. 31
groszer hölzerner löffel wie er beim kochen gebraucht wird, kelle, schon in einem voc. des 14. jh. coclea, kochlöffel, kell Mones anz. 4, 232: ich ward meines narrenkleides und standes so müd und satt, als wann ichs mit lauter eisernen kochlöffeln gefressen .. hätte. Simpl. 1, 205, 28 (mich überfressen wie ein näscher der in der küche gleich aus dem kessel iszt); darauf sie zwar den bogen zierlich genug führen (die mädchen auf der geige), in den kochlöffel aber können sie sich selten schicken. Riemer pol. stockf. vorr. Richtiger eig. ist übrigens kochleffel, rudicula Stieler 1060, cocula voc. 1482 q 2ᵇ, Dief. 129ᶜ, wie nd. kockeleppel das., nl. kocklepel Kilian.
Zitationshilfe
„kochlöffel“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/kochl%C3%B6ffel>, abgerufen am 27.05.2019.

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