Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

kohlschwarz

kohlschwarz,
schwarz wie kohle, tiefschwarz, altn. kolsvartr, norw. schwed. kolsvart, dän. kulsort, gewiss schon mhd. (ahd.) kolswarz:
sein farb war im entwichen (dem sterbenden),
kolschwarz was im sein mund.
hürn. Seifr. str. 149;
wie ich war bei eim see kolschwarz.
meisterl. Berl. hs. f. 23 no. 245;
die wurzel ist auswendig kohlschwarz. Tabernaemont. 949;
ein kohlschwarz dicke nacht.
Weckherlin 248 (ps. 107, 28);
dein augen sind kohlschwarz, drausz dennoch feuer blitzt.
Logau 3, 5, 79;
ein pful, ohngefehr so grosz als der Federsee, welcher an statt ... des wassers kohlschwarzes feur in sich hatte. Simpl. 1713 3, 199; kohlschwarze finsternis. maulaffe 179; kohlschwarz und kraus (die haare). Schiller 150ᵇ; mein naher vetter war kohlschwarz und betrübt. J. Paul uns. loge 3, 51. bildlich bei Aler 1219ᵃ 'übel eingeschrieben'. östr. kölerleschwarz. vergl.kohlenschwarz.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1868), Bd. V (1873), Sp. 1598, Z. 60.

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Zitationshilfe
„kohlschwarz“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/kohlschwarz>, abgerufen am 17.01.2021.

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