Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

lächerig, adj. und adv.

lächerig, adj. und adv.
1)
zum lachen gestimmt, lacherhaft: ein frölich und lächerig angesicht, os renidens. Maaler 260ᵃ; ein lächerigs antlit, der lachet was er vermag, der nichts thuͦt oder kan dann lachen, ridibundus. ebenda; ein lächerig maul, der immer und ohne ursach lachet, achriogelos Corvinus 1, 5ᵇ; schwäbisch lächerig, zum lachen geneigt Schmid 337 (neben der bedeutung 2); ohne umlaut: mir ist nicht lachrig. Hermes Soph. reise 6, 340.
2)
lächerlich: ridiculus, lächerig, dʒ zuͦ lachen bewegt oder verlachet wirt. Dasyp.; etwas lächerigs, ein lächerig wort, ridiculum Maaler 260ᵃ; ridicule, in einem spott oder schimpf, spottlich, lächerig Frisius 1162ᵃ; so ist dasselbige nicht philosophisch sondern es were ein lecheriger schwank. Paracelsus 1, 119 A; es ist genug lächerig, dasz die calvi, pueri, mulieres, kein podagra gewinnen. 542 A; lecherige süsze wörter, wie die hypocriten umb die käsz beweisen. 586 A; so wird auch gesagt, dasz wurzeln und kreuter seien, welche schlösser aufthund: ist wol eben lächerig. chir. schrift. 40 C.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 1 (1877), Bd. VI (1885), Sp. 27, Z. 9.

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Zitationshilfe
„lächerig“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/l%C3%A4cherig>, abgerufen am 08.12.2021.

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