Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

lägelein, n.

lägelein, n.
kleines lägel, mhd. lâgellîn, lægellîn: darczu schankt man in 17 vierteil welisch weins auch in legelein. d. städtechr. 2, 35 anm. 6; item er hat gehapt ain legelin mit guetem wein, vermischt mit gift, das soll er dem Ochsenfuesz gepracht han; derselb Ochsenfuesz soll dasselb legelin mit der gift gen Landshuet in des fürsten kuchen getragen und dem koch geben han, damit dem fürsten solt vergeben worden sein. 5, 323, 13;
letzlich nembt dises lägelein!
darinn find jhr ein köstlich wein.
J. Ayrer 245ᵇ (1222, 27 Keller);
st. Othmars lägelein von einem gefäsz das nicht leer wird, mit bezug auf ein wunder dieses heiligen (vergl. vita Otmari cap. 9, in Perz monum. 2, s. 44): und qualle, wie der wein ausz s. Othmars legelein. Mathes. Sar. 3ᵃ; was hilfts, dasz man die sechs krüg ausz Cana anbett, wann sie nicht wein geben, wie s. Otmars lögle? Fischart bienk. 83ᵇ; im herbst, gerstmonat .. wird der gut Bachus mit dem weinmann viel handlen, werden auf der kirchweih s. Otmars fläschenlägelein kaufen und damit taufen. groszm. 115.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 1 (1877), Bd. VI (1885), Sp. 62, Z. 54.

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Zitationshilfe
„lägelein“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/l%C3%A4gelein>, abgerufen am 28.10.2021.

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