Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

lämmchen, n.

lämmchen, n.
kleines lamm: agnellus lempgin Dief. 18ᵇ; im eigentlichen sinne: auf der flur weideten lämmchen;
ein junges lämmchen, weisz wie schnee,
gieng einst mit auf die weide.
kinderlied von Bertuch (1772);
als bild der geduld: sie hält wie ein lämmchen. Heinse Ardingh. 1, 292;
schmäle, tobe, lieber junge!
sieh, Zerline will mit freuden
wie ein stummes lämmchen leiden.
Don Juan;
la tua povera Zerlina
starò quì come agnellina;
lämmchen als liebkosungswort für ein junges mädchen. Klinger 3, 100. der plural ist neben lämmchen auch lämmerchen: wir wollen uns lieben wie die lämmerchen. Gutzkow ritter v. geiste 6, 357; namentlich dann wenn das wort die blütenkolben der weiden- und haselartigen sträuche bezeichnet, lämmerchen oder kätzchen; oder die flockigen wolkenbildungen: lämmerchen am himmel. vgl.lämmerwolke.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 1 (1877), Bd. VI (1885), Sp. 84, Z. 64.

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Zitationshilfe
„lämmchen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/l%C3%A4mmchen>, abgerufen am 16.10.2021.

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