Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

lämpchen, n.

lämpchen, n.
kleine lampe:
behaltet nur die fackel der vernunft!
wir scheuen allzugrosze helle;
des glaubens lämpchen gnügt für unsre kleine zelle.
Gotter 1, 411;
denn seit ich nicht dich mehr habe,
losch die freud ihr lämpchen aus.
Gökingk 3, 188;
mein mädchen erwart ich;
tröste mich, lämpchen, indesz, lieblicher bote der nacht!
Göthe 1, 280;
mein lämpchen zuckt, sein docht verglimmt.
A. v. Droste-Hülshoff ged. (1873) 92;
lämpchen der bergleute:
sie sind vor ort, die lämpchen rund
wie irrwischflämmchen aufgestellt.
128,
wie lebenslicht:
freut euch des lebens,
weil noch das lämpchen glüht.
Usteri;
jeder deiner strahlenblicke trinkt
deines lebens karges lämpchen ärmer.
Schiller melancholie an Laura.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 1 (1877), Bd. VI (1885), Sp. 87, Z. 68.

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lumpenleute lügengeist
Zitationshilfe
„lämpchen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/l%C3%A4mpchen>, abgerufen am 01.08.2021.

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