Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

lässigkeit, f.

lässigkeit, f.
nach dem zweiten lässig: lässigkeit lassitudo Steinbach 1, 978; und aldo mit worten strafet die lassigkeit des volkes und sie underweiset wie grosz schand und schad der verzug des kriegs bringen möcht. Livius von Schöfferlin 202ᵃ; das sich derselbe über meiner feder lässigkeit nicht zu beklagen habe, ergreife ich solche in eiligster eile. Butschky hd. kanzl. 165; euch sterblichen gebührt es, euch in die nothwendigkeit zu fügen, und ohne ungeduld oder lässigkeit zu thun, wozu ihr euch berufen fühlt. Wieland 29, 14; meine thätigen kräfte sind zu einer unruhigen lässigkeit verstimmt, ich kann nicht müszig sein und kann doch auch nichts thun. Göthe 16, 77. der plur. lässigkeiten ist ungewöhnlich:
nun ist ferne der stadt bei den räumigen schiffen ihr schlachtfeld
durch des gebieters vergehn und lässigkeiten der völker.
Ilias 13, 108.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1878), Bd. VI (1885), Sp. 242, Z. 69.

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Zitationshilfe
„lässigkeit“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/l%C3%A4ssigkeit>, abgerufen am 28.10.2021.

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