Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

lausknicker, läuseknicker, m.

lausknicker, läuseknicker, m.
der läuse knickt, für einen schäbigen, geizhals, vgl. knicker 3, theil 5, 1419: nennt sie jhn schon nicht lauszknicker mit worten, so zeigt sie es jm doch ausz dem bronnen mit fingern. Garg. 71ᵃ;
er hett daheim ein böses weib
und lebte stets im zank und keib,
thet er jhr etwas zum verdriesz,
alsdann sie jhn läuszknicker hiesz.
und wann er sie gleich hett erschlagen,
so kont sie doch nit anders sagen,
noch den läuszknicker nahmen lassen.
Fischart dicht. 2, 154, 722 Kurz,
es ist im verlauf dieselbe erzählung die Hebel 2 (1853) s. 151 fg. unter dem titel 'das letzte wort' gibt.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1878), Bd. VI (1885), Sp. 361, Z. 32.

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Zitationshilfe
„läuseknicker“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/l%C3%A4useknicker>, abgerufen am 27.10.2021.

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