Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

löbchen, n.

löbchen, n.
kleines lob; lob in traulicher rede: nun ist eher zu denken, dasz Carteromachus eine zweite von ihm verbesserte, als dasz er die erstere unvollständigere (ausgabe) mit einer empfehlung in die welt geschickt haben werde. stände dieser empfehlungsschein in der ausgabe, die älter wäre, als die von der ich hier rede .. so steht nicht zu begreifen, warum Aldus bei einer spätern ausgabe das löbchen seiner waare weggelassen haben sollte. Reiske bei Lessing 13, 444;
jauchze, wen der frühling weckt!
aber gebt dem winter
auch sein löbchen, denn es steckt
wahrlich was dahinter.
Overbeck ged. 240;
wie mhd. lobelîn:
sîn lop ist niht ein lobelîn.
Walther 35, 3;
ich bite dich, frouwe hêre,
mit grôʒer bete mêre,
daʒ dû diz cleine lobelîn
dir gevellec lâʒest sîn.
altd. blätter 1, 86, 253.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1880), Bd. VI (1885), Sp. 1078, Z. 55.

Im ¹DWB stöbern

a b c d e f g h i
j k l m n o p q r
s t u v w x y z -
lumpenleute lügengeist
Zitationshilfe
„löbchen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/l%C3%B6bchen>, abgerufen am 28.10.2021.

Weitere Informationen …


Weitere Informationen zum Deutschen Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)