Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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lob, n.

lob, n.
laus.
1)
ahd. mhd. lop; alts. ags. fries. altnord. lof; goth. fehlt das wort und wird durch hazeins ersetzt, wie das verbum loben durch hazjan. lob steht ablautend zu dem adj. lieb (sp. 896) und fuszt mit demselben auf éiner wurzel (sanskr. lubh begehren, heftiges verlangen empfinden); aber zur entwickelung seines eigenthümlichen begriffs ist eine mittelvorstellung thätig gewesen, die in dem goth. adj. ga-lub-s geschätzt, wertvoll (nebenform zu ga-laub-s gleicher bedeutung: vastjôm galubaim ἱματισμῷ πολυτελεῖ 1 Tim. 2, 9) ihren ausdruck findet; so dasz lob zunächst erst das was wertvoll ist, das geschätzte, den vorzug, und dann erst die anerkennung einer solchen eigenschaft gemeint haben kann. Das wort zeigt in der alten sprache neben seinem neutralen auch masculines geschlecht:
dô huop sich dâ ein hôchzît
daʒ man ir vollen lop gît.
Erec 2127;
wofür aus der spätern zeit kein beispiel mehr zu geben ist. ein plur. ist selten: under herten straichen ist eʒ (das thier, der esel ist gemeint) sänftig und güetig. eʒ tregt gar swær pürd auf im. daʒ sint diu lob, diu der esel hât. Megenberg 119, 31; und disz ist under andern loben nicht daʒ geringste, welches man dieser stadt (Mailand) gibt: als dasz sie splendidè, magnificè, stattlich, zierlich, und schön bawet. G. F. Messerschmid die lustige narrheit 147.
2)
die ursprüngliche bedeutung von lob scheint noch durch, wenn es, schlechthin mit dem bestimmten artikel versehen, wie krone oder preis, als vorzug, auszeichnung steht: Tacitus gibt den Tengeris das lob zuͦ rossz, den Cattis aber zuͦ fuͦsz. Frank weltb. 28ᵃ; wie mhd.:
den lop er vor in allen an dem gejeide gewan.
Nib. 877, 4;
waʒ ob diu küniginne   den lop den Burgonden gît?
1821, 4;
auch in verbindung mit possessiven, sein lob haben, vorzüglich in seiner art sein: reichthumb hat hier und dort sein lob. pers. rosenth. 7, 20; 'er wüste viel, was die hunde vor ein nutzen hätten, er solte solche sachen unreformirt lassen.' Gelan. fiel ihm in die rede: es ist war, sagte er, die hunde haben ihr lob. Chr. Weise erzn. 166 Braune.
3)
gewöhnlich tritt bei lob bestimmt und allein hervor die hervorhebung des vorzüglichen durch die sprache, welche durch musicalische mittel unterstützt werden kann (vgl. unten lob singen; auch lob gotz hymnus, i. laus dei facta cum cantico. voc. inc. theut. n 1ᵇ). in verschiedenen wendungen.
a)
lob, der gegensatz von tadel: ein weiser mann ist gegen alles gleichgültig, gegen lob und tadel. Lessing 1, 484;
man heuchelt sehr bei hofe, man tadelt auch gemein:
im lobe musz das böse, das gut im tadel sein.
Logau 3, 115, 80;
lob und tadel musz ja sein!
Göthe 1, 12;
jeder zeigt hier, was er vermag; nicht lob und nicht tadel
hielte diesen zurück, förderte jenen zum ziel.
407;
irr ich mich nicht, so wirst du bald, o fürst
den tadel in ein frohes lob verwandeln.
9, 111;
er weisz
so glatt und so bedingt zu sprechen, dasz
sein lob erst recht zu tadel wird, und dasz
nichts mehr, nichts tiefer dich verletzt, als lob
aus seinem munde.
198.
b)
lob, formelhaft zu sinnverwandten begriffen gestellt; lob und dank:
die wolgemahlte vöglein schwank
ihr zünglein süszlich stimmen,
dem schöpfer sagens lob und dank.
Spee trutznacht. (1654) 115;
lob und ehre:
lob ehr und dank sei dir gesagt.
Luther 8, 358ᵃ;
o gott ich sag dir lob und eer,
das ich kein sünder bin als der.
Schwarzenberg 111ᵇ;
seht alles an, ruhm, lob und ehr,
habt freud und lust, was habt ihr mehr
als endlich weh und klagen?
P. Gerhard 98, 48 Gödeke;
sei lob und ehr dem höchsten gut.
geistl. lied von Joh. Jac. Schütz;
sei deinen worten lob und ehre.
Göthe 3, 274;
lob und preis: zu ehre, lob und preis Jhesu Christi. Luther 8, 207ᵃ; und nu herr gib jnen, das sie dich allezeit loben, fur solche gnade, und dir allzeit preis und lob opfern. Tob. 8, 18;
lob, preis und ehr sei deinem sohn.
Wackernagel kirchenl. 4, s. 293ᵇ;
dem höchsten man zu lob und preis
das opfer grosz erweiset.
Spee trutznacht. 253;
dieselben psalmen singt man auch
oelzweiglein in den händen ..
zuletzt, man will ein grünes reis,
so nimmt man weidenzweige,
damit der fromme lob und preis,
auch im geringsten zeige.
Göthe 3, 195;
lob und ruhm:
damit jhr lob und ruhm so weit mög umbher fliegen,
so weit die sonne lauft durchs grosze himmelshausz.
K. Kirchner bei Opitz (1624) 183;
wiewol auch ruhm als das höhere, dem lob als dem niederen entgegengesetzt wird:
mond und sonne, diese wärmet, unter jenem frieren wir:
nicht nach lob verlangt der dichter, doch nach ruhm verlanget
er.
Platen 72.
c)
lob hat den genitiv des subjects: das lob des frommen erfreute ihn (das er von dem frommen erhielt);
des pöbels lob
hält nicht die prob.
Simrock sprichw. s. 348;
aber auch, worüber der zusammenhang der rede entscheidet, den des objects: er sang das lob des frommen (das den frommen betreffende lob);
dasz er der krankheit feind ein new gesundheit legt,
und so darvon das lob desz besten arztes tregt (das lob, der beste arzt zu sein).
B. Wesselius bei Opitz (1624) 204;
ich will das herz mein leben lang
an lieb und lob der schönen,
und meine laute, meinen sang
an lieb und lob gewöhnen.
Bürger 11ᵃ;
wer sich auf lieb und lob versteht,
auf lieb und lob der mädchen.
ebenda;
ebenso verhalten sich die zu lob gestellten possessiva: mein lob erfreut ihn (das lob das ich ihm gebe);
mein lob ermuntre dein herz! denn wenn sie keines verdienen,
so lob ich selber die könige nicht.
Gellert 2, 73;
es ist mir nicht um mein lob zu thun (das lob das mich betrifft). Lessing 1, 254.
d)
es heiszt groszes, hohes, gerechtes, billiges lob; volles, eingeschränktes lob; ich halte viel auf ein billiges lob, und ich weigere mich keinen augenblick, es anzunehmen, wenn ichs verdiene. Gellert 3, 4; sie liebt sie viel zu sehr, als dasz ihr auch das geringste lob, das man ihnen beilegt, gleichgültig sein sollte. 4, 116; er schalt auf den herrn von Hagedorn, und von meinen versen sagte er, dasz kein judicium darinnen wäre. lob genug! 104; klatschendes lob betäubt mich. Lessing 1, 206; sie (heroische figuren in Hackerts gemälden) können aber auf kein groszes lob anspruch machen. Göthe 37, 347;
und angestimmt das hohe lob der frauen!
4, 98;
eigenes lob, das lob das man sich selbst gibt, im gegensatze zu fremdem lobe, dem von anderen empfangenen, im sprichworte: dann eigenes lob faulet in des redenden mund. Steinhöwel (1555) 82ᵇ; eigen lob stinkt gern. Pistorius thes. par. 4, 24;
eignes lob stinkt,
fremdes lob klingt.
e)
man sagt aber auch gutes lob: ein man .. der das veterlich gesetz lieb, und allenthalben ein gut lob, und .. gunst unter seinen bürgern hette. 2 Macc. 14, 37; damit sie ihr gut lob verlüre. Livius v. Schöfferlin 21; und im gegensatze dazu ein böses, schlechtes lob: und werden ausz den disputanten rixanten, welches dann ein groszer ubelstandt ist, und ein böses lob gebieret. L. Sandrub kurzweil (1618) 85;
die mesz hat schlechtes lob darvon.
59.
f)
das lob einer person oder einer sache (dat. oder gen.) sagen, singen (vergl. dazu unten lobreden, lobsingen), melden, verbreiten, verkünden, kund thun: die leute reden von jrer weisheit, und die gemeine verkündiget jr lob. Sir. 44, 15; stimmt an das lob der tochter Sarnos! Bürger 281ᵃ;
ich wil ir sprechen lop unz an mîn ende,
der ich mich lange hân gegeben.
Rubin 10, 1 Zupitza;
des himmels chör sich freuen drob,
und die engel singen gott lob.
Luther 8, 357ᵇ;
singt lob und dank
mit freiem klang
unserm herrn zu allen zeiten.
Wackernagel kirchenl. 4, s. 461ᵃ;
da wollen wir alle singen
gott lob in ewigkeit.
300ᵇ;
sage lob der schönen sonnen,
sage dank dem runden schein.
Spee trutznacht. (1654) 245;
dem, dessen lob der engel heer
im himmel stets vermeldt.
P. Gerhard 78, 3 Gödeke;
sein (des schöpfers) lob zu melden.
Gotter 1, 2;
einem oder etwas lob geben, thun, spenden, zollen; lob erhalten: al taʒ folc, sô iʒ gesah, gab gote lob. Tatian 115, 2; einem lob beilegen, laudem tribuere, de meliore nota aliquem commendare Frisch 1, 617ᶜ; das lob, das ich seinem leser (vorleser) beilegte. Wieland 3, 84;
lob sei gott dem vater thon.
Luther 8, 357ᵃ;
und mit artikel, wenn sich das substantiv auf einen bestimmten fall bezieht: einem ein lob gäben, oder einen loben, astruere laudem alicui. Maaler 274ᵇ; ich musz ihm das lob geben, dasz er sich gut gehalten hat; bald nennt er ein dutzend professores, die ihm sein lob schriftlich .. gegeben hätten. Lessing 1, 245;
wenn deine schrift dem kenner nicht gefällt:
so ist es schon ein böses zeichen;
doch wenn sie gar des narren lob erhält:
so ist es zeit, sie auszustreichen.
Gellert 1, 122;
lob erheben, mehren, vollenden:
dâ von dîn name sî gêret
und ouch dîn lop gemêret.
Walther 3, 22;
dasz er seins namens lob bisz an die stern erheb.
Wesselius bei Opitz (1624) 204;
indessen dasz mein sinn der welt gemeines ziel
vernichten, und sein lob auf etwas stellen will,
das gut ist und die zeit des lebens gut kan machen.
Opitz 1, 53;
ists billig dasz ich mehre
sein lob für aller welt.
P. Gerhard 117, 80;
mit einem wort, dasz ich das lob vollende:
da wo nichts ist, da habt ihr reine hände.
Göthe 4, 60;
lob haben: er hat das lob eines rechtschaffenen mannes (d. h. dasz er ein rechtschaffener mann sei, vergl. oben c); es war aber in ganz Israel kein man so schön als Absalom, und hatte dieses lob fur allen. 2 Sam. 14, 25; wiltu dich aber nicht fürchten fur der oberkeit, so thue gutes, so wirstu lob von derselbigen haben. Röm. 13, 3 (goth. þiuþ taujais jah habais hazein us þamma); wir haben aber einen bruder mit jm gesand, der das lob hat am evangelio, durch alle gemeinen. 2 Cor. 8, 18 (goth. brôþar þizei hazeins in aivaggeljôns and allôs aíkklêsjôns);
dô was er fier unde clâr.
swer in sach, der jach für wâr,
er wære gebluomt für alle man.
diz lop sîn varwe muose hân.
Parz. 306, 28;
lob suchen, verdienen, gewinnen, davon tragen, nehmen; versagen, verlieren, entbehren; dasselbige (frommsein) bringet ewiges lob, denn es wird beide bei gott und den menschen gerhümet. weish. Sal. 4, 1;
die jâhen daʒ nie vrouwe   besæʒe küneges lant
beʒʒer unde milter:   daʒ heten si für wâr.
daʒ lob si truoc zen Hiunen   unz an daʒ driuzehende jâr.
Nib. 1330, 4;
wol erkant ich Aldriânen:   wan er was mîn man.
lop und michel êre   er hie bî mir gewan.
1693, 4;
schnell liesz er sich vor seinen gönnern sehn,
und suchte schon sein lob in ihren mienen.
Gellert 1, 237;
S. sein name rührt mich nicht. G. auch nicht die schönen mienen?
S. wer weis es, Galathee, ob sie diesz lob verdienen?
3, 363;
weil man mir ein lob, ein knechtisch lob versagt.
Lessing 1, 193;
manch gutes werk hab ich verricht,
ihr nehmt das lob, das kränkt mich nicht.
Göthe 3, 175;
einem ein lob lassen:
noch hundert gulden! nehmt sie hin,
und laszt mir nur das lob, dasz ich erkenntlich bin.
Gellert 1, 102.
g)
zu lobe etwas reden, thun u. ähnl.: seid unterthan aller menschlichen ordnung, umb des herrn willen, es sei dem könige als dem obersten, oder den heubtleuten als den gesandten von jm, zur rache uber die ubeltheter, und zu lobe den frumen. 1 Petr. 2, 14; nemet die stad ein, dem evangelio zu lobe. Luther 3, 120ᵇ; ich will dieses nicht zu meinem lobe gesagt haben. Lessing 1, 378;
sô tuo daʒ dînem namen ze lobe,
und hilf uns daʒ wir mit dir obe
geligen.
Walther 3, 17;
wir jhm zu lob auf grünem feldt
je späth, je zeitig feiren,
und je dann einzel, je gesellt
auch brauchen harpf und leiren.
Spee trutznacht. (1654) 147;
ach! dasz nur jhm, dasz nur allein
ach! nur dasz jhm gefiele,
was ich zu lob, und ehren sein
bei meinen schäflein spiele.
ebenda;
wem tönt diesz kühnre lied? diesz lied, zu wessen lobe
hört es noch manche späte welt?
Lessing 1, 99;
etwas gereicht einem zu lobe, dasz er lob davon empfängt:
unser werk, arbeit, trew und fleis
gereich zu gottes lob und preis.
Wackernagel kirchenl. 4, s. 277ᵇ;
mit lob etwas vollbringen, so dasz man gelobt wird; mit lob von jemand reden, sprechen;
ein sehr geschickter candidat,
der lange schon mit vielem lobe
die kanzeln in der stadt betrat.
Gellert 1, 207;
um lobes willen, um gelobt zu werden:
der üm lobes willen thut
das was löblich ist und gut.
Logau 1, 54, 15;
in jemandes lobe einig sein, in jemandes lob einstimmen; und so wie er stets zu gottes lob singt, so sollen auch alle creaturen, die ganze belebte und unbelebte natur in sein lob mit einstimmen. Spee trutznachtigall, herausg. von Balcke, s. xlviii; in jemandes lob ausbrechen: sie gaften, sie staunten, sie bewunderten, und brachen in entzückendes lob aus. Lessing 1, 135.
h)
des lobes voll, des lobes würdig sein:
so scheut sie doch den schimpf, den nicht belohnt zu haben,
den man des lobes würdig nennt.
Gellert 2, 75;
schon lange war ich über
und über deines warmen lobes voll.
Bürger 55ᵃ;
des lobes ton, des lobes stammeln:
denn wahrlich keines lobes ton,
auch nicht der schönste, bringet
dem sänger einen süszern lohn,
als wenn er liebe singet.
128ᵃ;
(Oeser) sammelte mit geistesflug
im marmor alles lobes stammeln (als er Gellerts monument
fertigte).
Göthe 2, 153.
i)
lob ist irgendwo, bleibt, geht unter: das ist ein feine klugheit, wer darnach thut, des lob bleibet ewiglich. ps. 111, 10; jr lob wird nicht untergehen. Sir. 44, 12;
herr, immerdar soll deines namens ehre,
dein lob in meinem munde sein!
Gellert 2, 160;
lob gebührt einem:
keiner keinen soll beneiden,
beiden gleiches lob gebührt.
Spee trutznacht. (1654) 237.
k)
häufig die formel lob sei gott, oder in ähnlicher fassung, die aber immer auf eine person der dreieinigkeit geht:
lob sei dir, warer gottes sohn,
herr Jesu Christ im höchsten thron.
Wackernagel kirchenl. 4, 276ᵇ;
gott vater sei lob und dem son.
Luther 8, 360ᵇ;
lob sei den starken händen,
die alles herzleid wenden.
P. Gerhard 20, 26;
das verbum ist weggelassen:
gott lob und dank in ewigkeit.
Wackernagel kirchenl. 4, 276ᵇ;
gott lob, der jüngsttag ist nicht weit.
278ᵇ;
gott lob, das du der richter bist,
unser bruder, herr Jhesu Christ.
279ᵃ;
gott lob! nun ist erschollen
das edle fried- und freudenswort.
P. Gerhard 95, 1;
und die dankende formel gott lob! wird dann auch in der sprache des gemeinen lebens viel angewendet: gott lob ist es mit der mesz dahin kommen, dasz dieselben .. wenig leut besuchen. Sandrub kurzweil 59; gott lob! dasz wir das loos wieder haben. Gellert 3, 332; in éin wort zusammen gerückt: reiche leute haben trotz ihrer gelben vögel doch manchmal auch allerlei lasten und krankheiten auszustehen, von denen gottlob der arme mann nichts weisz. Hebel 2, 139;
gottlob! das heisz ich wohl beschwert!
ist mir doch endlich ein glück beschert!
Wieland 18, 222.
l)
personification von lob:
wann machte sich das lob der tugend eigen?
wann war es nicht des glückes folgemagd?
Hagedorn 1, 12.
4)
lob, der oder das gelobte; gelobte person, sache oder eigenschaft: ich wil euch zu lob und ehre machen unter allen völkern auf erden. Zephanja 3, 20; weiter, lieben brüder, was warhaftig ist, was erbar, .. ist etwa eine tugent, ist etwa ein lob, dem denket nach. Phil. 4, 8; alsdann, wolte ich die verständigste und weiseste schulmeister zusammen rufen, die nicht allein des verstands halber, sondern auch mit der erfahrnus und freundlichkeit lob, fürtreflich sein (d. h. an denen die erfahrung und das freundliche wesen gelobt werden). Schuppius 742. in der sprache des gemeinen lebens hört man oft die formel das ist kein lob, auf eine that oder eigenschaft, die berichtet wird, bezogen (= das lobe ich nicht): er ward in gesellschaft eines zweifelhaften menschen mehrmals gesehen, und das ist kein lob für ihn.
5)
lob, für den welcher lobt:
warum hat dich Crispin so vielmal schon erhoben?
er wird dein lob, um sich der welt selbst einzuloben.
Gellert 2, 22.
6)
lob, gelöbnis (vgl. unten das verbum loben 10): ieclîches gevangenen tât und lob en sal durch recht nicht stête sîn, daʒ her binnen deme gevanknisse gelobet. Sachsensp. 3, 41, 1; das was einer gelobt, versprochen hat: also gewan Ulenspiegel die meisterschaft von der bübery, und der künig gab im daʒ nüw kleid und die xx guldin. da reit Ulenspiegel hin weg und bracht von dem künig das lob. Ulensp. 24 s. 33 Lappenberg; s. auch gelob und unten loblich.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1880), Bd. VI (1885), Sp. 1074, Z. 12.

lob, n.

lob, n.
für lab coagulum, s. sp. 3.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1880), Bd. VI (1885), Sp. 1078, Z. 27.

löbe, f.

löbe, f.
für leube = laube (s. sp. 290. 291) nach ostmitteldeutscher dialectischer aussprache: worauf sie allerseits in einen garten nicht weit vor dem thore, ihr plaisir bei einen guten trunk Reihnwein, in mitten unter denen bäumen stehender löbe machten. med. maulaffe 766.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1880), Bd. VI (1885), Sp. 1078, Z. 74.

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Zitationshilfe
„löbe“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/l%C3%B6be>, abgerufen am 16.10.2021.

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