Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

löffelholz, n.

löffelholz, n.
1)
holz, worein in den küchen die koch- oder rührlöffel gesteckt oder gehängt werden, löffelbret:
ein schelm will gott regieren leren,
der nie kundt ein saustall keren,
und strafen gott in seinen sachen,
der nie kein löffelholz kundt machen.
Murner schelmenzunft 37ᵇ.
2)
holz, woraus man löffel schnitzt. so heiszt der baum evonymus colpoon am kap, dessen holz man zu löffeln bearbeitet. Nemnich 2, 1550.
3)
löffelholz, neckisch und mit wortspiel übertragen auf einen verliebten jungen menschen: lieb macht löffelholz aus manchem jungen knaben stolz. Lehmann 2, 211; als ersonnener eigenname: junker von Adelstolz, herren von Löffelholz. Fischart groszm. 61. als wirklicher eigenname eines adelsgeschlechts erscheint es in Thoman Leffelholz. Zimm. chron. 2, 54, 33.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1880), Bd. VI (1885), Sp. 1125, Z. 7.

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Zitationshilfe
„löffelholz“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/l%C3%B6ffelholz>, abgerufen am 25.10.2021.

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