Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

löschhorn, n.

löschhorn, n.
corniculum quo extinguntur cerei in templis. Frisch 1, 623ᶜ; spongia deletilis das leschehorn Trochus bei Diefenb. 548ᵇ; eine grosze unförmliche nase wird damit verglichen oder geradezu so genannt:
dein nas wär gut zuͦ eim leschhorn.
Folz klopfan, im weim. jahrb. 2, 120;
die harte saugende brüst machen den kindern kumpfe schafsnasen: die geben gute dellerschlecker: gleich wie die andern (nasen) gute kirschenhacken und leschhörner. Garg. 247ᵇ; o lefzen her, darvon man mit keim baurenkegel, geschweig eim hanenbengele ein stuck abwürf. o disz leschhorn reimt sich wol darzu. 250ᵃ;
hab je auch ein schönes leschhorn.
H. Sachs 3, 3, 15ᵇ;
du hast je ein schönes leschhorn.
5, 364ᶜ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1881), Bd. VI (1885), Sp. 1180, Z. 25.

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Zitationshilfe
„löschhorn“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/l%C3%B6schhorn>, abgerufen am 18.10.2021.

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