Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

lösegeld, n.

lösegeld, n.
geld für die lösung einer haft oder einer schuld, pretium redemptionis, lytrum Frisch 1, 622ᶜ: so sol sie frei ausgehen, on lösegeld. 2 Mos. 21, 11; das lösegeld von den zwei hundert drei und siebenzig uberlengen erstengeburten der kinder Israel, uber der Leviten zal. 4 Mos. 3, 46; zum letsten hörestu das sich Christus ein ranzung oder löszgelt für uns geben hat. Zwingli in Wackernagels leseb. 3, 1, 248; sein tod erspare mir das schimpfliche lösegeld! Lessing 2, 113;
freut, ihr schuldner, euch deswegen,
ja, sei frölich alle welt,
weil heut anhebt zu erlegen
gottes sohn das lösegeld.
P. Gerhard 68, 20 Gödeke;
warum doch das? (der tod Christi) dasz du, o welt,
frei wieder möchtest stehen
und durch ein theures lösegeld
aus deinem kerker gehen.
257, 27;
wie kann es lösegeld für ströme blutes geben?
Gotter 2, 478;
lasz mir das licht des lebens, nimm ein lösegeld!
Schiller jungfr. von Orl. 2, 7.
vgl. losgeld.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1881), Bd. VI (1885), Sp. 1186, Z. 75.

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Zitationshilfe
„lösegeld“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/l%C3%B6segeld>, abgerufen am 27.10.2021.

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