Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

löseschlüssel, m.

löseschlüssel, m.
gegensatz zu bindeschlüssel th. 2, 34: die verleiteten meuchelmörder harrten, mit der hostie im munde, im vertrauen an den löseschlüssel, auf die verbrieften freuden der seligkeit. Sturz 1, 77; die zuhörer sitzen beicht und haben den bindeschlüssel in händen und einen wachsabdruck vom löseschlüssel in der tasche. J. Paul teuf. pap. 2, 48; das beichtkind, das vor ihm niederknieete, drückt er tiefer nieder, und zog statt des löseschlüssels den hammer des gesetzes hervor. Tit. 3, 67; die sämmtliche geistlichkeit, die ohnehin an ihrem löseschlüssel längst den bart abgedreht hatte. heiml. klagel. 8;
die kirche, die den löseschlüssel hat
für jede schuld.
Schiller M. Stuart 1, 4.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1881), Bd. VI (1885), Sp. 1196, Z. 68.

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Zitationshilfe
„löseschlüssel“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/l%C3%B6seschl%C3%BCssel>, abgerufen am 02.12.2021.

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