Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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lückicht, adj.

lückicht, adj.
lücken habend.
1)
von lockerem gefüge, in der bedeutung gleich mit luck 1 u. 2, sp. 1224 fg., in der form lücket (zunächst für lückecht): Adam der erste mann ist ausz möllichter oder lücketer roter erden geschaffen. Mathesius hochzeitpredigten 16ᵃ; in der weiterbildung lückechtig, luckechtig: die wurzeln sind krumm, lückechtig und durcheinander geschrenkt. Tabernaemont. 121; spelzenbrot thut sich auf und wird luckechtig wie schwamm. 610; als luckig in der sprache der eisengieszer: das luckige roheisen ist blaulichweisz, feinzackig, sehr porös. Karmarsch 1, 7.
2)
voller lücken: und er ward getrost, und bawet alle mauren, wo sie lückicht waren. 2 chron. 32, 5; der teufel fürchtet sich für dem wort gottes, er kan es nicht beiszen, die zeene werden jm lückicht davon. Luther tischr. 204ᵃ; lückicht beil, ascia crenata, obtusa. Stieler 1101; lückicht messer, culter crenatus. 1252; als lückigt: durch einen lückigten zaun in des nachbars garten kroch. avantür. 1, 132; als luckig (geschrieben lukig): um lukige mauern (schien der mond). Dya Na Sore 5, 92.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1881), Bd. VI (1885), Sp. 1230, Z. 14.

lückig, luckig, adj.

lückig, luckig, adj.
s. unter lückicht.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1881), Bd. VI (1885), Sp. 1230, Z. 33.

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Zitationshilfe
„lückig“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/l%C3%BCckig>, abgerufen am 17.10.2021.

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