Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

lupperei, lüpperei, f.

lupperei, lüpperei, f.
das hantieren mit arzneikräutern, giftmischerei, zauberei: wo man in indewendig der mile ergrifet, so sol man in erdrenken, umb daʒ er mit lupperige umb ging. d. städtechron. 9, 1021, 11; gedenk das deiner sel speis gerecht sei nach dem gelauben, und nit gefelscht mit mangerlai lüpperei und ungelauben. Keisersberg granatapfel 1510 C 5ᵃ;
nach der christmesz hebet man
vil üppikait mit sünden an,
spil, lupprey und füllen.
Hätzlerin 2, 43, 123;
auf dunkle, unverständliche worte gewendet, wie hokuspokus:
geschweigent ander faselteding und lupperei,
und sagent was die warheit sei.
Schade sat. u. pasqu. 1, 28, 33.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1881), Bd. VI (1885), Sp. 1313, Z. 30.

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Zitationshilfe
„lüpperei“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/l%C3%BCpperei>, abgerufen am 08.05.2021.

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