Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

lüstchen, n.

lüstchen, n.
kleine lust, ein wenig verlangen; in ironischer anwendung: ich hette heut fast ein lüstgen zu schmauszen. Schoch stud. leb. G 5; ja fürwar, du hast ein lüstgen. nun sei zu frieden, wo dich dürst, ich will dir bald zu trinken geben. Chr. Weise erzn. 101 Braune; ward beim mondenscheine gewahr, dasz ein mann, der bei tische erbar genug auszgesehen, sich zu der magd gefunden, und ihr mit so freundlichen worten begegnete, als hätte er ein lüstgen, die holländische manier zu versuchen. 123; so kannst du dein lüstchen vielleicht so gut stillen, als wenn du in Berlin wärest. Thümmel 4, 42.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1881), Bd. VI (1885), Sp. 1328, Z. 67.

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Zitationshilfe
„lüstchen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/l%C3%BCstchen>, abgerufen am 12.05.2021.

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