Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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lüstlein, n.

lüstlein, n.
wie lüstchen: einem ein lüstlein machen, gaudium quoddam alicui afferre. Stieler 1188; ich hätte ein lüstlein darzu, in prolubio est facere. ebenda; für eine person: herunter jungfraw, du tochter Babel, setze dich in den staub .. man wird dich nicht mehr nennen du zarte und lüstlin. Jes. 47, 1 (τρυφερά septuag.). vgl. zu der letzteren verwendung unten lüstlin.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1881), Bd. VI (1885), Sp. 1347, Z. 21.

lüstlin, f.

lüstlin, f.
der lust ergebenes weib; bei den Stolberg, misverständlich nach Jes. 47, 1 (vgl. oben unter lüstlein):
wie hat die zarte lüstlin sich schaamlos nun
hoch aufgeschürzet! triefet von blut! auch noch
bewundert? nicht allein der unzucht,
feil auch dem raube, des mords gespielinn!
2, 120;
du zarte lüstlinn, krümm in der fessel dich!
4, 142.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1881), Bd. VI (1885), Sp. 1347, Z. 66.

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Zitationshilfe
„lüstlin“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/l%C3%BCstlin>, abgerufen am 12.05.2021.

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