Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

lüstling, m.

lüstling, m.
der sinnlichen lust ergeben. zuerst von Schottel 371ᵇ in unumgelauteter form als ein bei Harsdörfer gebrauchtes wort aufgeführt: lustling, voluptates nimium amans; seit dem vorigen jahrhundert nur mit umlaut: wie du den, der dich ernstlich liebt, durch die anmuth deines betragens fest halten, und den lüstling, der nur in deinen reizen schwelgen will, abschrecken und entfernen sollst. Wieland 33, 168; der zuchtlose lüstling. J. Paul Levana 1, 87;
eines königes burg war eingesunken. die todten
kamen. lüstlinge waren sie, oder tyrannen gewesen.
Klopstock 6, 19 (Mess. 16, 240);
sieh, lüstling, sieh den grinsenden schädel hier,
statt wallender locken von maden umkrochen!
Wieland 4, 228 (n. Amadis 10, 8);
um sie buhlt die jugend und das alter.
so sind die männer. lüstlinge sind alle!
Schiller Maria Stuart 2, 9.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1881), Bd. VI (1885), Sp. 1347, Z. 73.

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Zitationshilfe
„lüstling“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/l%C3%BCstling>, abgerufen am 14.08.2020.

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