Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

lüttern, verb.

lüttern, verb.,
nebenform zu läutern sp. 386, wie die adjectivform lutter neben lauter steht, vgl. vorher; in mehrfacher anwendung. in Düringen die wäsche lüttern, durch spülen klären, vgl. oben sp. 378; technisch lüttern, den lutter des branntweins bereiten; sonst klären, enthefen: defecare lutteren Dief. 169ᵃ (niederdeutsch); schweiz. lüttern, den koth von sich werfen, vom rindvieh, niedrig von menschen Stalder 2, 188; im Baselbiet lüttere tüchtig, viel trinken Seiler 197ᵇ (auf dem begriffe des entleerens fuszend); juristisch lüttern, wie läutern 4, sp. 388: so erbüt ich mich darumb, mit im für zu komen für uwer k. mt. camergericht und da lüttern zu lauszen, ob der kouf umb die bemelten erbtail im rechten bestand hab oder nit, ungezwyfelter hoffnung, uwer k. mt. werd dies min erbieten vollig und gnugsam achten, und mir dest ungnädiger nit sin, söllich handlung rechtlich lüttern zu lauszen. urk. Max. no. 167 s. 192.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1881), Bd. VI (1885), Sp. 1354, Z. 28.

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Zitationshilfe
„lüttern“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/l%C3%BCttern>, abgerufen am 14.08.2020.

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