labbe f
Fundstelle: Lfg. 1 (1877), Bd. VI (1885), Sp. 4, Z. 51
1)
mundartlich, nieder- und mitteldeutsch, eigentlich die hängelippe, dann lippe und mund überhaupt, von Stieler 1060 als sächsisch verzeichnet, der auch labbe und flabbe in der bedeutung labeo, hangmaul, groszmaul beibringt, vgl. auchflappe theil 3, 1724. schweizerisch labbele, f., dickmaul, dicke herabhängende lefze Stalder 2, 149.
2)
labbe, groszlabbe, ein fisch mit dicken lippen, mugil circa labia rubescens. Campe.
3)
labbe, eine mövenart, larus parasiticus, sonst struntjäger, strandjäger. Nemnich 3, 334.
Zitationshilfe
„labbe“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/labbe>, abgerufen am 21.11.2019.

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