Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

landschade, m.

landschade, m.
1)
schade der das ganze land trifft, allgemeiner schade: wie einen gemainen giftigen landtschaden, der ain yeden biderb und frumen menschen betreffen möchte. Reuchlin augensp. 1ᵃ. Sprichwörtliche wendungen: des ander morgens sagt niemands desshalben was zum ander, gieng alles in landtschaden (wurde kein besonderes aufheben davon gemacht). Zimm. chr. 3, 443, 20; das ist auch kein landschade, da liegt nicht gar viel daran: warumb ihre altezza sich so sehr erzürnen über einen lumpen liecht? es sei ja kein landschaden. Schuppius 334.
2)
allgemeiner schädiger, verderber eines ganzen landes: denn man helt uns für landscheden und fegeteufel, darumb land und leut gestraft wird. Mathesius Sar. 53ᵃ; sonder (Christus wurde) auch umb frembder schuld willen vor den grösten sünder und ubeltheter und grewlichsten landschaden .. gerechnet. 72ᵇ; als eigenname öfters, vgl. Zimmer. chron. 4, 651ᵃ; Konrad Landschad Dieffenbach gesch. von Hessen 119.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 1 (1877), Bd. VI (1885), Sp. 131, Z. 9.

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Zitationshilfe
„landschade“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/landschade>, abgerufen am 07.08.2020.

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