Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

landschreiber, m.

landschreiber, m.
1)
der ein land aufzeichnet, kartographisch aufnimmt: da Josua das gelobte land auf einer mappa oder landtafel, nach der gelerten landschreiber kunst, abrisz und ausztheilet. Mathes. Sar. 141ᵇ.
2)
schreiber der gerichts- oder verwaltungsbehörde eines landes: landschreiber scriptor Maaler 262ᵃ; landschreiber, scriba provinciae Frischlin nomencl. 477; wer als daruber ymants, der wyter hauwen wird (im forst), dan von bescheit, sollen die forster phenden, und solich ruge virtheidingen lassen vor dem vitztumb und landtschryber. weisth. 1, 536 (Rheingau, von 1487); wenn einer (beim gutskaufe) den andern gewert als recht ist, so sal er zu eim lantschriber gên und sich lassen uszzeichen und den andern in. 6, 402; Gebhart Reichen, der lantschreiber in Sulzbach war. d. städtechron. 1, 66, 9; dem lantschreiber von Amberg. 270, 11.
3)
landschreiber auch der in einigen groszen haushaltungen als verwalter dient, zum unterschied des amtmanns der ihm vorgeht. Frisch 1, 570ᶜ (aus Saurs notariatbuch 647).
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 1 (1877), Bd. VI (1885), Sp. 135, Z. 35.

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Zitationshilfe
„landschreiber“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/landschreiber>, abgerufen am 08.08.2020.

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