Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

landdieb, landsdieb, m.

landdieb, landsdieb, m.
dieb der land stiehlt (durch abpflügen). auch dieb der im lande umher stiehlt: landdieb, fur qui per totam regionem vagatur Frisch 1, 568ᵇ; der offen im lande stiehlt: wenn man die welt jtzt durch alle stende ansihet, so ist sie nicht anders, denn ein groszer weiter stall voll groszer diebe, darumb heiszen sie auch stuelreuber, land- und straszendiebe, nicht kastenreuber und meucheldiebe, so aus der barschaft zwacken, sondern die auf dem stuel sitzen, und heiszen grosze junkern, und ersame frome bürger, und mit gutem schein rauben und stelen. Luther 4, 402ᵃ; (der herzog von Baiern hat die von Dünkelsbühl) bezwungen gewaltiglich wider recht, dasz sie ainen pöswicht und ainen landsdieb ab dem galgen müesten tuen und abnehmen und in ainen kirchhoff legen. d. städtechron. 5, 238, 1.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 1 (1877), Bd. VI (1885), Sp. 100, Z. 39.

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Zitationshilfe
„landsdieb“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/landsdieb>, abgerufen am 10.08.2020.

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