Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

landskraft, f.

landskraft, f.
was das eigene land erzeugt hat, ein schweizerisches wort, von personen und sachen gebraucht: alle wochen kamen säumer aus dem Tockenburg herunter. schon als landskraft waren sie mir lieb, und ich freute mich immer, sobald ich die schellen ihrer thiere hörte. armer m. im Tockenb. 99; wenn der Schweizer im ausland schweizerkäse findet, so sagt er: das ist landskraft; auch eben so, wenn er da einen landsmann trifft. Stalder 2, 155; auch bezüglich des weines: landskraft trinken. das wort wird auch von Wieland gebraucht: er (der Irländer Bunkel) .. kommt zu einem an einem steilen einsamen ort belegenen bierhause, .. wo er, zu seiner groszen freude, landeskraft, nehmlich den Irländer Tommy Klancy antrifft. werke 5. suppl.-band s. 143.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 1 (1877), Bd. VI (1885), Sp. 140, Z. 23.

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Zitationshilfe
„landskraft“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/landskraft>, abgerufen am 12.08.2020.

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