Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

landstadt, f.

landstadt, f.
1)
urbs municipalis, zum unterschiede einer reichsstadt oder amtsstadt, oder einer stadt so unter einem von adel ist. Frisch 1, 570ᶜ.
2)
kleine stadt auf dem flachen lande: wo ein gewaltsamer brand die anmuthigste landstadt in asche gelegt hatte. Göthe 23, 9.
3)
stadt im binnenlande, gegensatz zur seestadt: gedanken über den verfall der handlung in den landstädten. Möser patr. phant. 1, 9; (die hanse) behauptete zum vortheile der seestädte, dasz jede bundstadt nur ihre eigene waaren ausführen sollte, und zum vortheile der landstädte, dasz jede manufaktur an dem orte, wo sie fiele, zur vollkommenheit gebracht werden müszte. 13; wenn sie hörten, dasz jetzt in den seestädten alle arten von fabriken bestehen, und von dort her hüte und strümpfe in die landstädte geschickt werden können. 14.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 1 (1877), Bd. VI (1885), Sp. 142, Z. 43.

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Zitationshilfe
„landstadt“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/landstadt>, abgerufen am 11.08.2020.

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