Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

landsterbe, landsterben, m.

landsterbe, landsterben, m.
pestis, lues, was das folgende (vgl. ahd. sterbo, pestis, clades, pestilentia, mhd. sterbe, sterben, m.): anno 1348 raumet ein gemeiner landtsterben, der durch Europam bisz über meer in Asiam und Africam reichet, die welt ausz, das kaum der dritteil überblib, da kamen die juden inn verdacht, sie hetten allenthalb die brunnen vergift, darausz diser mördtlich landt, ja weltsterben her käme. S. Frank germ. chron. (1538) 209ᵃ; anno 1502 folgte der teurung ein groszer landsterben, nam viel tausend menschen hinweg. G. Nigrinus papist. inquisition 600; so wehr ich .. dem romantischen landsterb. J. Paul palingen. 2, 112.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 1 (1877), Bd. VI (1885), Sp. 143, Z. 6.

Im ¹DWB stöbern

a b c d e f g h i
j k l m n o p q r
s t u v w x y z -
landmark lauffrohne
Zitationshilfe
„landsterbe“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/landsterbe>, abgerufen am 03.08.2020.

Weitere Informationen …


Weitere Informationen zum Deutschen Wörterbuch (¹DWB)