Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

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landsterben, n.

landsterben, n.
morbus contagiosus qui omnes incolas inficit et abripit. Frisch 1, 571ᵃ: sollt wohl ein landsterben draus werden. Luther br. 4, 611; ein allgemein landsterben, das viel tausend menschen hin und wider in den stedten sturben. Schütz beschr. der lande Preuszen 57; 1348 verbranntend die von Costanz jre juden, die warend verlümdet, als söltind sy die brunnen vergiftet und dermit ein landsterben angerichtet haben. Stumpf 2, 59ᵃ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 1 (1877), Bd. VI (1885), Sp. 143, Z. 17.

landsterbe, landsterben, m.

landsterbe, landsterben, m.
pestis, lues, was das folgende (vgl. ahd. sterbo, pestis, clades, pestilentia, mhd. sterbe, sterben, m.): anno 1348 raumet ein gemeiner landtsterben, der durch Europam bisz über meer in Asiam und Africam reichet, die welt ausz, das kaum der dritteil überblib, da kamen die juden inn verdacht, sie hetten allenthalb die brunnen vergift, darausz diser mördtlich landt, ja weltsterben her käme. S. Frank germ. chron. (1538) 209ᵃ; anno 1502 folgte der teurung ein groszer landsterben, nam viel tausend menschen hinweg. G. Nigrinus papist. inquisition 600; so wehr ich .. dem romantischen landsterb. J. Paul palingen. 2, 112.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 1 (1877), Bd. VI (1885), Sp. 143, Z. 6.

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Zitationshilfe
„landsterben“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/landsterben>, abgerufen am 10.08.2020.

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