Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

landsturm, m.

landsturm, m.
1)
sturm auf dem festen lande, im gegensatz zu seesturm.
2)
aufgebot auch der letzten waffenfähigen männer zur vertheidigung eines landes und diese männer selbst: enzwischen fielen etlich frisch knecht von Schweitz in deren von Zürich land, erhaschten einen guten raub viechs, und erweckten dardurch einen allgemeinen landsturm. also dasz noch desselbigen abends, die paner von Zürich, mit vierzig schiffen zu Pfäfficken ankame. Stettler annal. Helvet. (Bern 1627) 1, 135; ja es gelang dem latinischen feldherrn Numisius, .. einen allgemeinen landsturm aufzubieten. Niebuhr 3, 159. In der preuszischen heeresorganisation bildet der landsturm das letzte glied der bewaffneten macht: für die bildung der landwehr und des landsturms wurden (im jahre 1808) plane entworfen, welche damals in tiefes geheimnis gehüllt, fünf jahre später zur that geworden sind. Pertz leben Steins 2, 189.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 1 (1877), Bd. VI (1885), Sp. 145, Z. 26.

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Zitationshilfe
„landsturm“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/landsturm>, abgerufen am 11.08.2020.

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