Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

landwort, n.

landwort, n.
idiotismus: nun wäre zwar freilich hierunter ein groszer unterschied zu machen, mithin was durchgehends in schriften und reden wackerer leute üblich, von den kunst- und landworten, auch fremden und veralteten zu unterscheiden. ander manchfaltigkeiten des gebräuchlichen selbst anietzo zu geschweigen, wären derowegen besondere werke nöthig, nehmlich ein eigen buch vor durchgehende worte, ein anders vor kunstworte, und letzlich eines vor alte und landworte. Leibnitz in Wackernagels leseb. 3, 1, 1006; die unzeitig angebrachte verba provincialia oder landworte gewisser provinzen Teutschlands, als das schmecken anstatt riechen. 1018; das idiotikon nimmt einzig rücksicht auf die eigenheiten der landwörter, d. i. der idiotismen. Stalder 1, 16.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 1 (1877), Bd. VI (1885), Sp. 151, Z. 75.

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Zitationshilfe
„landwort“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/landwort>, abgerufen am 06.08.2020.

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