Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

landzwinger, m.

landzwinger, m.
bedrücker und schädiger eines landes: (personen) die auch mehrmals die leut durch solche drohe und forcht wider recht und billicheit tringen, auch an gleich und recht sich nit lassen benügen, derhalb solche für recht landzwinger gehalten werden sollen ... dieselben wo sie in gefengknusz kemen, sollen mit dem schwert als landzwinger vom leben zum todt gericht werden. Carolina art. 128; da muthwillige beschädiger beistand finden, die auch mehrmals die leute durch drohung und furcht wider recht und billigkeit dringen, deshalben solche buben für rechte landzwinger gehalten werden. corpus const. Brandenb.-Culmb. 2, 2, 59;
und buckest die unter dein joch,
darmit verderbst du aber doch
als ein landzwinger leut und land.
H. Sachs 2 (1591) 2, 49ᵇ.
in etwas anderm sinne, in bezug auf feldbau: meyer soll kein landzwinger sein, randbemerkung zu dem im texte stehenden: dʒ fürnemst, dʒ eim meyer zusteht, ist dʒ er seines grund und bodens natur erkenn, und nit unterstande jn zu zwingen, disz zu bringen und zu tragen, dʒ jm zuwider ist. Sebiz feldb. 21.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 1 (1877), Bd. VI (1885), Sp. 152, Z. 60.

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Zitationshilfe
„landzwinger“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/landzwinger>, abgerufen am 06.08.2020.

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