Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

lasset, lassitz, n.?

lasset, lassitz, n.?
eine wieselart und das pelzwerk davon: etlich köstlich meüszbelg werdend an etlichen orten verkouft, so lassitz genent werdend, söllend sich so vil die farb antrifft, von äschenfarb auf weisz ziehen, nit vil über ein zwech- (lies zwerch-) finger breit. so schreibt herr doctor Cuͦnrat Geszner er hab auf ein zeit zuͦ Frankfurt bei den kürsinern ein geschlächt der wiselin gehört lassitz nennen, etlich meinend dasz sölich sye so auf teütsch harnball genennt wirt (vergl. zu letzterem harmbalg theil 4², 482). Forer thierb. 113ᵃ; bei seinem gewährsmann Geszner aber: ego, si recte memini, mustelae quoddam genus Francfordiae apud pellifices olim lasset appellari audivi. de quadrupedibus viviparis (1551) 844; in der form last:
da komen zobeln, mardern, lüchsz,
wolf, otter, byber, iltisz, füchsz,
werk, hermlen, lasten, vielfrasz, bern.
B. Waldis Esop 4, 34, 43;
keine frau darf der guten schauben mehr haben als drei von fehrücken, von lasset oder von fehwammen. Schm. 1, 1503 Fromm., wo das wort aus dem namen des wiesels bei Polen, Böhmen und Russen lasica, lasyce, lásotschka erklärt wird; lassat als pelzwerk script. rer. Siles. 3, 209. das adj. dazu lasseten, lassaten Schm. a. a. o.: auch sol hinfüro einicher unser burger oder inwoner von mannsbilden nit tragen oder zu seinem leibe geprawchen einich hermlein, zöblein oder lassatein wat. Nürnb. poliz.-ordn. 104.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1878), Bd. VI (1885), Sp. 241, Z. 37.

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Zitationshilfe
„lasset“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/lasset>, abgerufen am 06.08.2020.

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