Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

lassung, f.

lassung, f.,
nach verschiedenen bedeutungen des verbums lassen, aber meist als compositum (vgl.auflassung, ↗auslassung, belassung, durchlassung, einlassung, erlassung, freilassung, herablassung, nachlassung, zulassung, zurücklassung u. a.), selten als einfaches wort erscheinend: die lassung, läsze, das lassen, permissio, concessio, cessatio, omissio Stieler 1072; nach lassen I, 4, in der sprache der wundärzte: flebotomia, fleubotomia laszunge, loszung zu der adern, schrepfung ł lauszung Dief. 239ᵃ; von der lassung so dem vogel am gaumen maul und an den nägeln geschiehet .. die lässung geschieht also, so stichet man den gaumen mit einem messerlein u. s. w. falconaria v. 1617, s. 111; nach lassen I, 5, unterlassung, hinhaltung: das alle stende das jhen, so jnen zu gemelter hilf aufgesetzt, zu geben gewilligt, und darin kain gevar oder lassung gepraucht wurde. Haltaus 1196; vielleicht auch in folgendem: den 24 tag aprilis (1602) ist ein erbare gemein auf das rathaus gefodert wegen der lassung und kriegsgab zu geben. G. Ludwig chronik von Brünn 81; nach lassen I, 13, c vertrauende hingabe, das verlassen auf jemand: daʒ sich der mensch turre gote zu mâle lâʒen und nicht intsetzen in sîner lâʒunge weder diz noch daʒ. d. myst. 1, 238, 20.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1878), Bd. VI (1885), Sp. 243, Z. 3.

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Zitationshilfe
„lassung“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/lassung>, abgerufen am 06.08.2020.

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