Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

lasterthat, f.

lasterthat, f.
verbrecherische oder lasterhafte that: lastertahten, die vom kaiser Tiber in den römischen geschichtbüchern zu finden. Butschky Patm. 877; aber sprich, ist es eine lasterthat, was ich begangen habe? Lessing 3, 61;
war nicht, der ihn (den Absalon) gezeügt,
ein mann nach gottes wunsch? wie ist dann er geneigt
zu aller lasterthat?
Rompler 18;
dann wäre mit dem juden fördersamst
die strafe zu vollziehn, die päbstliches
und kaiserliches recht so einem frevel,
so einer lasterthat bestimmen.
Lessing 2, 302;
dein werk ist diesz, verderbenbringende
Helene! deine lasterthat empöret
die söhne Atreus gegen ihre kinder.
Schiller Iphig. 5, 4;
so schlingt in gräuel sich ein gräuel wieder,
durch laster wird die lasterthat gerügt.
Göthe 11, 320;
es schnitt mir recht durchs herz, da ich von euch
so schnöde lasterthat vernehmen muszte.
Tieck 2, 190.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1878), Bd. VI (1885), Sp. 263, Z. 50.

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Zitationshilfe
„lasterthat“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/lasterthat>, abgerufen am 06.08.2020.

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