Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

lastträger, m.

lastträger, m.
träger von lasten: die lasttreger und treiber zu allerlei erbeit in allen empten. 2 chron. 34, 13; der mensch ist hier (im gebirge) mehr auf sich selbst gestellt, seinen händen, seinen füszen musz er vertrauen lernen. der arbeiter, der bote, der lastträger, alle vereinigen sich in éiner person. Göthe 21, 20; von meinen absichten melde nur mit wenigem, dasz ich in dem Tell eine art von demos darzustellen vorhatte und ihn deszhalb als einen kolossal kräftigen lastträger bildete, die rohen thierfelle und sonstige waaren durchs gebirg herüber und hinüber zu tragen sein lebenlang beschäftigt. 31, 185; in unumgelauteter form: wo du aber mehr issest, mustu ein lasttrager der speise werden. pers. rosenth. 3, 8. bildlich: ich fürchte der vornehme möchte mich bezahlen, und durch eine reiche belohnung mich zu einem lastträger seiner meinungen, und zu einem beförderer seiner affecten erkaufen wollen. Gellert 4, 271. lastträger auch name eines schmetterlings, bombyx fascelina; lastträger, atlanten, in der baukunst, grosze, starke menschenbilder, die anstatt der säulen ein gesimse, balken, gewölbe oder sonsten eine schwere last tragen müssen. Jacobsson 1, 72ᵇ; caryatiden, lastträger weiblichen geschlechts, die statt der säulen ein gebälke tragen. 349ᵇ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1878), Bd. VI (1885), Sp. 266, Z. 47.

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Zitationshilfe
„lastträger“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/lasttr%C3%A4ger>, abgerufen am 06.08.2020.

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