Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

laszeisen, n.

laszeisen, n.
eisernes instrument zum aderlassen: laszeisen, flebotimus vel fleubotinum, fleubotenus. voc. inc. theut. m 1ᵇ; das laszeisen, scalprum chirurgicum, phlebotomon Maaler 264ᶜ, mit dem dimin. laszeisele, scalpellus; wann ein barbirer durch die welt wil, und hat nur sein bindzeug, ein paar gute scheermesser, eine scheer und ein paar gute laeszeisen, so kombt er in kein dorf, da er nicht einen findet, dem er den bart scheeren, zur adern lassen .. kan. Schuppius 60. das schwert unter dem bilde eines laszeisens:
man schrepft in (ihnen) an dem hirnebein,
dasz in der badehut ufkein (zersprang);
wär er gewesen stehelin,
das laszisen muͦst darin.
Liliencron volksl. 1, no. 40, v. 2070.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1878), Bd. VI (1885), Sp. 271, Z. 1.

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Zitationshilfe
„laszeisen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/laszeisen>, abgerufen am 07.08.2020.

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