Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

lateiner, m.

lateiner, m.
1)
bewohner des alten Latiums: Latini, die inwohner des Lateinerlandes, Lateiner. Kirsch cornuc.; die Juden trinken ausz den quellen, die Griechen ausz dem ablauf, und die Römer, oder Lateiner, ausz den pfützen (worte Luthers). Zinkgref apophthegm. 1, 258; bemerkenswerth ist es auch, dasz den meisten europäischen stämmen, den Lateinern, Kelten, Deutschen und Slaven der name des meeres gemeinsam ist. Mommsen röm. gesch. 1 (1856) s. 30; doch ist in dieser bedeutung jetzt häufiger Latiner, das sich der römischen form näher anschlieszt, wenn mehr die localen bezüge, als die stammverhältnisse hervorgehoben werden sollen: die ansiedlungen der Latiner. Mommsen ebenda;
als die Latiner aus Lavinium
nicht mehr dem sturm der feinde hielten stand.
Uhland ged. 379.
2)
einer der lateinisch redet oder versteht: er ist ein guter Lateiner.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1878), Bd. VI (1885), Sp. 274, Z. 80.

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Zitationshilfe
„lateiner“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/lateiner>, abgerufen am 16.07.2020.

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