Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

laubreise, f.

laubreise, f.,
mhd. louprîse, laubfall: die laubreis laubfall im herbst Schm. 1, 1404 Fromm.; übertragen auf den herbst, die zeit, wo eine der beiden groszen jährlichen gemeindeversammlungen gehalten ward; in alemannischen quellen: und wer och vogtberi gütter inn hat viiij jar, und zechen (zehn) loupryszen unangesprochen, den sol ein vogt und die genossen und ein gewerd dabi schirmen. weisth. 1, 172 (Luzern, von 1423); von uszlendischen lüthen, wer sölichs also inngehept hett, es sige aigen, vogtbar, oder lehengüeter, doch dieselben lehengüter och mit desz lehenherren willen, nün lobrisinen, den sol dannethin och gricht und gewer dabi schirmen. 204 (St. Gallen, 1515); verlobte personen sollen sich binnen 3 monaten längstens zur kirche führen; lassen sie es bis zur neuen laubrysenen vergehen, so findet kein theil recht vor gericht. glarnerisches ehegerichtgesetz bei Stalder 2, 159; auch auf den monat october, sowie auf den november. Weinh. monatnamen 48; sowie auf das jüdische laubhüttenfest: scenophegia laubrisunge, laubriesen, laubrewsze, lobreis ł labfall Dief. 518ᵃ; drei hochzeit der juden, die obersten, die pfingsten, die laubreusz. quelle bei Schm. 2, 144 Fromm. vgl.laubrüst.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1878), Bd. VI (1885), Sp. 298, Z. 30.

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Zitationshilfe
„laubreise“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/laubreise>, abgerufen am 08.08.2020.

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