Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

laubwerk, n.

laubwerk, n.
laub, in einer gesamtheit aufgefaszt: (baumstämme) deren laubwerk die bebenden wellen mit ihren zertheilten sonnen und sternen besprengten. J. Paul Hesp. 1, 219; ein laubwerk aus kastanienwäldern faszte ihn (den wasserspiegel eines sees) ein. Tit. 1, 13;
auf eines jeden zweiges ecken (des kastanienbaumes),
die mit dem schönsten laubwerk prangt,
so wie ein grüner busch von federn abwärts hangt,
sieht man die weisze blüth sich prächtig aufwärts strecken.
Brockes 3, 595;
in künstlicher nachbildung, und hier alter technischer ausdruck: parerga, coronamenta, quae adduntur praeter opus, laubwerg. Trochus L 6ᵃ (von schreibern); ein groszer spiegel, mit dicken von silber gegossenen laubwerk und bildern besetzet. pers. reisebeschr. 1, 7; die blätter an dem laubwerke sind mit dem feinsten geäder angegeben. Winkelmann 2, 185; anfangsbuchstaben hat es (ein altes gedrucktes kochbuch); und zwar zu anfange der vorrede und des ersten theils ein A und D von einer sehr bunten art, voller laubwerk. Lessing 11, 322; ich sah durch die öffnungen eines groszen aus messing getriebenen laubwerks lampen unter dem altar hervorschimmern. Göthe 28, 106; laubwerk an säulencapitellen; laubwerk beim maler:
ein licht-glanz, welcher strahlt
durch laubwerk, so auf tafft gemahlt,
sieht angenehm, sieht nied- und lieblich aus.
Brockes 4, 360.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1878), Bd. VI (1885), Sp. 299, Z. 59.

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Zitationshilfe
„laubwerk“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/laubwerk>, abgerufen am 04.08.2020.

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