Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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lauch, m., n.

lauch, m. n.
allium; ahd. louh, mhd. louch; alts. lôc, niederd. niederl. look; ags. leâc, altengl. leke, engl. leek; altnord. laukr, dän. lög, schwed. lök. im slav. entspricht altslav. lukŭ, russ. luk, lit. lúkai (plur.), lett. lõki (plur.); das finnische hat laukka, das esthn. lauk entlehnt. die abstammung des wortes ist dunkel. allium lochc Dief. 24ᵃ (niederrhein.); cepe lauch 113ᵇ; porrum louch, lauch, loch 448ᵇ; lauch, porrus vel porrum, est quaedam herba, sileris, cepe. voc. inc. theut. m 2ᵃ; der lapis lazuri ist gruen als ein lauch. Schm. 1, 1420 Fromm.; wir gedenken der fissche, die wir in Egypten umb sonst aszen, und der körbis, pfeben, lauch, zwibel und knoblauch. 4 Mos. 11, 5; lauch ist im latin genant porrum, leidet allen luft, sunder (jedoch) den erdtboden wil er haben losz und wol getünget. Braunschweig von der kunst der destillirung (Straszb. 1505) 70; die alten haben sondern brauch den lauch aufzuzielen und zu beschneiden, gehalten und gelehrt. Bock kräuterb. 589; Simeon Sethi halt das lauch für warm und trucken im andern grad. 590; du solt fenchel für den lauch essen, wann du nicht wilt das er dir ausz dem mund schmecken soll. Sebiz feldb. 187;
wan du lauch must essen.
Weckherlin 810.
in mancherlei arten: der aschlauch, eschlauch oder gemeine lauch. öcon. lex. 1373; der spanische lauch, welchen die gartner insgemein nur porro nennen. 1374; vgl. auch bärenlauch, feldlauch, gartenlauch, hohllauch, knoblauch, lachenlauch, schnittlauch u. a.; als bild für prügel, vgl. faustlauch; auch niederl. vuystloock eten, edere pugnos, vuystloock t'eten geven, infringere colaphos Kilian.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1878), Bd. VI (1885), Sp. 300, Z. 9.

lauch, m.

lauch, m.
flamma. Dief. 238ᵃ: der lauch hat in das essen geschlagen. ebenda. vgl. unten lauge und lohe.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1878), Bd. VI (1885), Sp. 300, Z. 37.

lauchen, verb.

lauchen, verb.
schlieszen; mhd. lûchen, aber bisweilen auch schon louchen (vgl. Lexer handwb. 1, 1966. 1974), im nhd. als einfaches wort nicht mehr nachzuweisen, selten und höchstens bis zur 1. hälfte des 16. jahrh. in auflauchen, belauchen und entlauchen vorkommend: alsbald sy (das ehepaar) an das preupett komen und sy die deckh belaucht hat. Schm. 4, 1420 Fromm.; auflauchen auch in der bedeutung aufheben: wolt nicht auflauchen seine augen gegen den himel. ebenda; über entlauchen vgl. oben theil 3, 567. vgl. auch liechen.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1878), Bd. VI (1885), Sp. 300, Z. 52.

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Zitationshilfe
„lauchen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/lauchen>, abgerufen am 24.07.2021.

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