lavendel f. und m
Fundstelle: Lfg. 3 (1879), Bd. VI (1885), Sp. 393, Z. 53
die pflanze lavandula oder spica nardi: lavendula ahd. lauendla, mhd. nhd. lauendele, lavendel, lobendel, lavander Dief. 321ᵇ; umgedeutet auch laubangel, vergl. sp. 289; lafander, nardus celtica Maaler 261ᵇ; als wolriechendes und heilendes kraut gern in den gärten gezogen: lavandel hat seinen namen à lavando, vel lavacro, weil man jhnen gemeinlich gebraucht wann man badet und das haupt zwaget. Bock kräuterb. s. 45;
lavander und edlen salbeyen.
Wickram pilg. X 2, bl. 72;
lavendel, myrth und thymian,
das wächst in meinem garten.
F. Kind freischütz.
man kennt groszen oder breitblätterigen lavendel, kleinen schmalblätterigen lavendel, lavendel mit dem gespaltenen oder zerschnittenen blatt, lavendel ohne blüthe, welschen lavendel. öcon. lex. 1375-1377. anthoxanthum odoratum, gelbes ruchgras, heiszt auch wilder lavendel, lavendelgras. Nemnich 1, 339.
Zitationshilfe
„lavendel“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/lavendel>, abgerufen am 15.10.2019.

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