Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

leckermaul, n.

leckermaul, n.
derber ausdruck für den nach leckeren speisen lüsternen mund:
denn vielen ist die welt zu klein,
ihr leckermaul recht wohl zu laben.
Felsenb. 2, 448;
für den inhaber eines leckermauls: lecker-, nasch- et schleckermaul, cupedius, cupediosus Stieler 1255; deine festgedichte machen ein leckermaul aus mir. wenn ich sie zuerst hintereinander weglas, um mit dem ganzen bekannt zu werden, so lasse ich mir nun, zum frühstück, vor dem essen, nach dem essen, gegen abend und vor dem schlafengehen eins nach dem andern, oder wie sie sich greifen lassen, schmecken, dasz die lippen nicht wieder von einander wollen. Zelter an Göthe 325.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1879), Bd. VI (1885), Sp. 486, Z. 39.

Im ¹DWB stöbern

a b c d e f g h i
j k l m n o p q r
s t u v w x y z -
lauffeuer lederzucker
Zitationshilfe
„leckermaul“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/leckermaul>, abgerufen am 09.03.2021.

Weitere Informationen …


Weitere Informationen zum Deutschen Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)