Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

lehrjahr, n.

lehrjahr n
jahr in welchem man in der lehre ist: das leerjar, die ersten jar der leer und übung, anfengkliche übung, tyrocinium. Maaler 266ᵇ; ausz den leerjaren gon oder kommen, ponere tyrocinia, ein meisterstuck beweisen. 266ᶜ; in leerjar gon, erstlich anfahen lernen, ingredi vestibulum alicuius artis. ebenda; in ersten leerjaren etwas ergreifen, rudibus annis aliquid percipere. ebenda; gern in der sprache der handwerker und gewerbtreibenden, die von einem lehrlinge eine gewisse reihe von lehrjahren fordern; auch im freieren sinne: zehn lehrjahre des lebens mehr. J. Titan 2, 175; Wilhelm Meisters lehrjahre. Göthe 18, titel; Wilhelm ging hin und las die aufschriften der rollen. er fand mit verwunderung Lotharios lehrjahre, Jarnos lehrjahre und seine eignen lehrjahre daselbst aufgestellt. 20, 127.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1879), Bd. VI (1885), Sp. 574, Z. 58.
Zitationshilfe
„lehrjahr“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/lehrjahr>, abgerufen am 26.02.2020.

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